Audi bringt neuen A6

Autor / Redakteur: Jens Meiners/SP-X / Andreas Grimm

Die Neuauflage der Ingolstädter Geschäftslimousine hält sich mit überraschenden Neuerungen zurück. Anleihen an den A7 sind vor allem im Interieur zu spüren.

Vor über einem Jahrzehnt, als etablierte Konkurrenzmodelle wegen Qualitätsproblemen oder Designmängeln ins Straucheln gerieten, begann der Aufstieg des Audi A6 zum Liebling deutscher Geschäftsreisender. Hinter seinem charakteristischen Kühlergrill schlummerten starke Motoren mit zuletzt bis zu 426 kW/580 PS, der Allradantrieb wurde zur beliebten Option, die Qualität definierte den Klassenstandard.

Inzwischen hat die Konkurrenz nachgezogen - insbesondere BMW mit dem neuen 5er der Baureihe F10, der gerade im Interieur viel Boden gutgemacht hat. Audi will mit dem neuen A6 jetzt noch einmal drauflegen - und die eleganten Baureihen A5 und A7 gaben Hoffnungen auf einen Designsprung Nahrung. Nun hat Audi den A6 enthüllt und die Überraschungen halten sich in Grenzen. Das neue Modell steht auf dem neuen, modularen Längsbaukasten mit nach vorn verschobener Vorderachse, wovon die Proportionen im Vergleich zum Vorgänger deutlich profitieren. Ansonsten sind die Änderungen eher subtil: Die Front wird vom neuen, oben abgeschrägten Kühlergrill dominiert und die Scheinwerfer kommen mit einem neuen Umriss, der bereits beim Sportback Concept, nicht aber beim Serienmodell A7, zu sehen war.

Fortführung des Grunddesigns

Die Motorhaube ist stärker gewölbt als bisher; im vorderen Lufteinlass, wo früher nur die Nebelscheinwerfer saßen, hausen jetzt die beringten Sensoren für das Abstandsradar-System. Die Dachkuppel unterscheidet sich kaum vom Vorgängermodell und führt im Grunde das Motiv der vom heutigen Kia-Chefdesigner Peter Schreyer schon 1991 entwickelten A1X-Studie fort, die bis heute für Audi und VW stilprägend ist. Die obere Charakterlinie ist wie bei BMW stark ausgeformt, der Kofferraumdeckel fällt sanft ab und endet in einer prononcierten Abrisskante. Unterhalb der Charakterlinie sitzen Bügelgriffe, sie treten an die Stelle der eleganteren, jedoch aus Sicherheitsgründen vielkritisierten Klappgriffe des Vorgängers. Das Heck präsentiert sich wie das ganze Auto als vorsichtige Evolution der von A4 und A8 bekannten Formensprache.

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Faszinierendstes Detail am Exterieur ist die Lichttechnik. Halogenscheinwerfer sind zwar Standard, aber gegen Aufpreis gibt es Xenon-Licht oder Voll-LED-Scheinwerfer, die ein taghelles, kaltweißes Licht liefern, das die Qualität der Xenon-Scheinwerfer nochmals übertrifft. Mit den Voll-LED-Einheiten tritt eine neue Variante des Audi-Tagfahrlichts auf den Plan, die einen weiteren Gegenschwung in Richtung Kühlergrill vollzieht. Die Heckleuchten wiederum sind durch einen unteren Lichtbalken geprägt, dessen Ränder nach oben abknicken. Übrigens führt Audi auch ein neues Alufelgen-Programm ein - mit Größen von 16 bis 20 Zoll.

Interieur-Anleihen beim A7

Das Interieur variiert den neuen A7 - und wirkt mit anders appliziertem Holz- oder Aludekor sehr eigenständig, obwohl viele Bauteile übernommen werden. Die Ausstattung kann vollständig auf A7-Niveau gehoben werden - inklusive berührungsempfindlichem Eingabefeld für das Telematik-System und Bang & Olufsen-Stereoanlage.

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