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Audi: Tausende Stellen in Deutschland fallen weg

| Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Audi muss sparen. Bis 2025 fallen Tausende Stellen in Ingolstadt und Neckarsulm weg. Betriebsbedingte Kündigungen wird es vorerst aber nicht geben. Die Zukunft der Werke soll vor allem ein großer Trend sichern.

Audi will die eigene Personalstruktur verschlanken.
Audi will die eigene Personalstruktur verschlanken.
(Bild: Audi)

Der Autobauer Audi streicht in Deutschland unter dem Strich 7.500 Stellen. Bis 2025 baut die VW-Tochter 9.500 Stellen ab, dafür sollen im Gegenzug 2.000 Jobs in Bereichen wie Elektromobilität und Digitalisierung neu entstehen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das sei das Ergebnis einer Grundsatzvereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Betriebsrat.

Der Stellenabbau solle sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen geschehen, hieß es. Die Beschäftigungsgarantie für die verbleibenden Audi-Mitarbeiter in den Werken Ingolstadt und Neckarsulm wird von 2025 bis 2029 verlängert.

Audi und der Betriebsrat hatten seit längerem über den „Zukunftspakt“ für das unter Druck stehende Unternehmen verhandelt. Für die rund 61.000 Audi-Mitarbeiter in den beiden deutschen Werken Ingolstadt und Neckarsulm galt bisher eine Beschäftigungsgarantie bis 2025.

In Neckarsulm werden aktuell vor allem die Audi-Modelle A4 bis A8 und R8 gebaut. Wegen der Krise der Verbrennungsmotoren leidet das Werk aber seit Langem unter einer zu geringen Auslastung. Dieses Jahr werde das dritte in Folge mit weniger als 200.000 Autos gebauten Autos sein, sagte der Neckarsulmer Betriebsratschef Rolf Klotz kürzlich. Die Kapazität beträgt jährlich bislang zu 300.000 Einheiten.

Audi kürzt die Produktionskapazität spürbar

Künftig sollen in Ingolstadt planmäßig 450.000 Autos vom Band laufen, in Neckarsulm 225.000. Künftige Elektromodelle sollen dabei die Zukunft beider Werke sichern. In Neckarsulm soll beispielsweise ab 2020 der Audi E-Tron GT gebaut werden.

Audi ist seit der Aufdeckung des Dieselskandals 2015 auf Talfahrt und deutlich hinter die Konkurrenten Daimler und BMW zurückgefallen. Der Skandal kostete Milliarden. Sechs Entwicklungschefs hatte Audi in den vergangenen sieben Jahren, die Autos verkaufen sich immer schlechter. Der künftige Audi-Chef Markus Duesmann soll den Autobauer wieder profitabler machen, enger mit Porsche und VW zusammenarbeiten und bis 2025 auch 30 E-Modelle auf den Markt bringen.

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