Autoabo-Plattform Faaren: Neue Händler

Autor: Martin Achter

Jetzt ist die Tür offen: Nachdem Faaren seine Plattform in den vergangenen Monaten mit einem Händler getestet hat, können nun auch andere Autohäuser ihre Fahrzeuge dort im Abonnement anbieten. Einige Händler zeigen schon Präsenz – und sind mit ganz unterschiedlichen Fahrzeugen vertreten.

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Die Aboplattform Faaren nimmt jetzt neue Händler auf. Im Foto: Geschäftsführer Daniel Garnitz (li.) und Marketingleiter Konstantin Stenzel.
Die Aboplattform Faaren nimmt jetzt neue Händler auf. Im Foto: Geschäftsführer Daniel Garnitz (li.) und Marketingleiter Konstantin Stenzel.
(Bild: Faaren)

Nach der Pilotphase in den vergangenen Monaten öffnet sich die Aboplattform Faaren jetzt für Automobilhändler in ganz Deutschland. „Wir nehmen weitere Autohäuser mit ihren Fahrzeugen an Bord“, sagte Geschäftsführer Daniel Garnitz am Montag im Gespräch mit »kfz-betrieb«. Dabei habe die Plattform das gesamte Bundesgebiet im Blick – speziell aber die Regionen Rhein-Main, Leipzig/Halle, Berlin, Bodensee und München.

Fabrikatshändler sollen dabei in ihren jeweiligen Marktgebieten exklusiv Fahrzeuge anbieten können. „Unser Ziel ist es, lokalen Wettbewerb innerhalb der unterschiedlichen Markenwelten auszuschließen“, sagte Garnitz. Faaren wolle deswegen in jedem Großraum jeweils nur einen Händler aufnehmen, der eine bestimmte Marke vertrete.

Faaren aus der Region Würzburg war im November vergangenen Jahres an den Start gegangen. Das Unternehmen testete seine Plattform zunächst mit der mainfränkischen Autohausgruppe Spindler (VW, Audi, Skoda, Porsche), die das Angebot nutzt, um ihren Gebrauchtwagenbestand zu mobilisieren. In dieser Testphase entwickelte Faaren sein Produkt zur vollständigen Marktreife weiter.

Diverse Fahrzeugsegmente auf der Plattform

Vom Klein- über den Kompaktwagen bis zum E-Auto, SUV, Cabrio, Camper und Transporter sind auf Faaren jetzt diverse Fahrzeugsegmente und -konzepte von verschiedenen Händlern vertreten. Faaren wickelt für die Händler den Vertragsschluss mit den Nutzern und deren monatliche Zahlungen ab. Die Plattform leitet die Nutzungsentgelte an die Autohäuser weiter und behält eine Transaktionskostenpauschale ein.

Wie für Abomodelle üblich sind auch bei Faaren im Abonnementpreis die Nutzung des jeweiligen Autos mit der vereinbarten Laufleistung, die Steuer, Zulassungsgebühren, Versicherung (Voll-/Teilkasko sowie Haftpflicht mit Selbstbeteiligung), Wartungs-, Instandhaltungs-, Verschleißreparaturkosten sowie saisonale Bereifung enthalten. Neben den Abogebühren muss der Fahrer insofern nur die Tankkosten berücksichtigen.

Die Höhe der Abokosten richtet sich bei Faaren nach dem Umfang der Laufleistungspakete. Die möglichen Pakete umfassen zwischen 1.250 und 5.000 Kilometern pro Monat.

Das Start-up Faaren durchläuft aktuell seine zweite Finanzierungsrunde und will weitere Gelder von Investoren einsammeln. Dazu ist Faaren mit verschiedenen Akteuren im Gespräch. Nach Abschluss will das junge Unternehmen sein Team auf einen Stamm von bis zu 40 Mitarbeitern ausweiten.

Mehr Funktionen für Händler

Auch das Servicepaket der Plattform für Händler soll in diesem Jahr größer werden. So sollen Autohäuser ihre Abofahrzeuge künftig direkt über Faaren versichern können. Geplant ist außerdem, einen deutschlandweiten Lieferservice zu integrieren.

Auch sollen sich Händler und Kunden künftig gegenseitig bewerten können. Ebenso arbeitet Faaren an einer Schnittstelle für den massenhaften Upload von Fahrzeugen.

In den vergangenen Monaten ist eine ganze Reihe von Plattformen an den Start gegangen, die es Händlern erlaubt, Fahrzeugabonnements in Eigenregie umzusetzen. Ein Beispiel ist All in one Cars mit Sitz in Unterschleißheim bei München; hinter der Plattform steht das Traditionsunternehmen Auto Kölbl (VW, Audi, Seat). Der Anbieter Vive la Car fährt einen ähnlichen Ansatz.

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Redakteur Management & Handel bei »kfz-betrieb«