Autohaus Schroers sieht die Kunden als Familie

Mönchengladbacher Autohaus belegt den 9. Platz beim Deutschen Werkstattpreis

| Autor: Konrad Wenz

Klein, aber schlagkräftig: Bis zu 300 Aufträge schleust die Schroers-Mannschaft monatlich durch den Betrieb.
Klein, aber schlagkräftig: Bis zu 300 Aufträge schleust die Schroers-Mannschaft monatlich durch den Betrieb. (Bild: Wenz)

Persönlicher Kontakt, immer einen Ansprechpartner haben, der Kunde ist König – wie oft hört man diese Floskeln im Zusammenhang mit dem Servicegeschäft? Die meisten Kfz-Betriebe richten sich danach, und deshalb sind diese Dinge heute eigentlich schon keine Besonderheit mehr. Im Autohaus Schroers geht man allerdings einen Schritt weiter: „Wir sehen unsere Kunden nicht nur als Kunden, sondern als Teil der Familie“, erklärt Inhaber Stephan Schroers. Sein Team versuche, für die „Familienmitglieder“ jederzeit eine Wohlfühlatmosphäre im Autohaus zu schaffen.

Das beginnt schon damit, dass es morgens Brötchen und Kaffee für die Kunden zum Frühstück gibt. Am Nachmittag können sich die Wartekunden beim Bäcker nebenan mit Cappuccino und Kuchen kostenlos verwöhnen lassen. Aber auch in der hauseigenen Cafeteria findet die Kundschaft immer kostenlose warme und kalte Getränke sowie kleine Snacks. Schroers selbst sieht sich als Chef zum Anfassen, sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Kunden. So sei das „Schwätzchen“ zwischendurch ebenso wichtig wie die spontane Hilfe im Notfall.

Lohnendes Engagement

Dass sich dieses Engagement des Mönchengladbacher Autohauses lohnt, zeigen die rund 4.000 „Familienmitglieder“ in der Kundendatei. Dabei hat das Autohaus eine bewegte Geschichte hinter sich: Das 1968 gegründete Unternehmen startete mit einem Ford-Händlervertrag, den es 1973 von sich aus kündigte. Damals wurde Schroers in Mönchengladbach einer der ersten Toyota-Händler in Deutschland. Den Toyota-Vollvertrag gab Schroers im Jahr 2008 ab, da die Neubauforderungen des Kölner Importeurs aus seiner Sicht überzogen waren.

Zwischenzeitlich hatte der Betrieb auch noch Daihatsu dazugenommen – ohne zu ahnen, dass sich diese japanische Marke im Jahr 2011 komplett vom europäischen Markt verabschieden würde. Schroers war zu diesem Zeitpunkt zu einem der erfolgreichsten Daihatsu-Händler in Deutschland avanciert. Mit dem Aus von Daihatsu begann er die Lagerbestände von seinen umliegenden Händlerkollegen aufzukaufen – doch auch das war endlich. Immerhin, der Toyota-Servicevertrag ist Schroers geblieben. Der Unternehmer hadert aber nicht mit seinem Schicksal, schließlich hat sich für ihn seit damals alles zum Besten gewendet.

Deutscher Werkstattpreis 2016: Topmoderne Servicebetriebe

Der Servicevertrag mit dem Kölner Importeur bildet nach wie vor die Basis für den Geschäftserfolg. Allerdings geht es nach Schroers Überzeugung nicht ohne den Automobilverkauf. Eine Alternative zum Markenvertrag fand der Unternehmer bei der Einkaufsgemeinschaft Automobile (EGA). Diese bietet ihm den Zugriff auf die rund 15.000 Fahrzeuge im Lagerbestand der angeschlossenen EGA-Händler. Der Vorteil für Schroers: Er kann seinen Kunden nun alle Marken anbieten – was er im Jahr 2015 etwa 260 mal erfolgreich getan hat.

Der Verkauf der Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sichert ihm auch für die Zukunft ein florierendes Werkstattgeschäft: „Wir füttern mit dem Fahrzeugverkauf unsere Werkstatt.“ So gesehen hat sich für das Autohaus Schroers durch den Wegfall der Marken nicht viel geändert – die Werkstatt ist ausgelastet, und auch im Verkauf hat sich von den Stückzahlen nicht viel getan. Der große Unterschied: Im Verkauf und in der Werkstatt kümmert sich das Autohaus heute um alle Marken.

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