Assistenzsysteme Autonomes Fahren bis 60 km/h

Autor / Redakteur: dpa / Lena Sattler

Fahren ohne Hände am Steuer – das soll bereits in diesem Jahr in Großbritannien noch zur Realität werden. Die britische Regierung will Assistenzsysteme für autonomes Fahren zulassen. Der Automobilclub AA warnt vor zu schnellem Handeln.

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Unter bestimmten Umständen sollen Assistenzfunktionen im britischem Verkehr künftig bis 60 km/h das Lenkrad übernehmen dürfen.
Unter bestimmten Umständen sollen Assistenzfunktionen im britischem Verkehr künftig bis 60 km/h das Lenkrad übernehmen dürfen.
(Bild: BMW)

Fahren ohne Hände am Steuer: Die britische Regierung hält eine Zulassung von Assistenzsystemen als autonomes Fahren noch in diesem Jahr für möglich. Eine entsprechende Überprüfung sei eingeleitet worden, teilte das Verkehrsministerium am Mittwoch (28. April) mit.

Konkret geht es um Autos mit dem Automated Lane Keeping System – also Technologie, die in der Lage ist, ein Fahrzeug innerhalb einer Fahrspur zu halten und den Abstand zu anderen Autos zu kontrollieren.

Hier könnten britische Fahrer bereits im laufenden Jahr die Hände in den Schoß legen – allerdings nur auf Schnellstraßen und wenn der Verkehr mit einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometer pro Stunde fließt. Autofahrer, deren Wagen bereits mit der Technologie ausgestattet sind, dürfen sich darauf bislang nicht ausschließlich verlassen.

Hoffnung auf mehr Verkehrssicherheit

Die Technik könnte dabei helfen, die Sicherheit auf Straßen zu verbessern, da mehr als 85 Prozent aller Unfälle auf menschliche Fehler zurückzuführen seien, hieß es in der Mitteilung der Regierung weiter.

Der Chef des Verbands der britischen Automobilhersteller und -händler „Society of Motor Manufacturers and Traders“ (SMMT), Mike Hawes, begrüßte den Vorstoß. Großbritannien werde damit zum Vorreiter für Sicherheit auf der Straße und Automobiltechnologie, so Hawes der Mitteilung zufolge.

Der Automobilclub AA hingegen warnte vor voreiligen Schritten. „Zweifellos kann Fahrzeugtechnologie Leben retten, aber wir sollten kein Wettrennen darum veranstalten, dass Fahrer die Hände vom Steuer nehmen“, sagte AA-Präsident Edmund King dem „Guardian“.

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