Bargeldlos den Gebrauchten bezahlen

Autovermittler setzt auf Überweisungssoftware

| Autor: Silvia Lulei

Abracar-Gründer Orhan Köroglu (li.) und Sebastian Jost sehen großes Potenzial für mobile Bezahldienste.
Abracar-Gründer Orhan Köroglu (li.) und Sebastian Jost sehen großes Potenzial für mobile Bezahldienste. (Bild: Abracar)

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Das Start-up Abracar aus München hat ein Jahr nach Markteinführung 19 Prozent der privaten Gebrauchtwagenverkäufe mit seiner Überweisungssoftware Abrapay abgewickelt. „Der Gebrauchtwagenverkauf wird immer mobiler. Mittlerweile finden nicht nur Suche und Vermarktung online statt, auch der Bezahlvorgang wird zunehmend digital“, erklärt Sebastian Jost, Gründer und Geschäftsführer von Abracar. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung von Abrapay, sehen aber noch großes Potenzial. In anderen Bereichen ist bargeldloses Bezahlen bereits die Norm. Das wollen wir auch für den Autokauf erreichen.“

Nach Angaben von Abracar greifen vor allem Autohändler vermehrt zu Abrapay. Bei Geschäften unter Privatleuten wird nach wie vor ein Großteil der Gebrauchtwagenkäufe mit Bargeld oder einer klassischen Überweisung bezahlt. „Im Markt herrscht oft noch Unwissenheit. Das Ergebnis ist dann der Griff zum Geldschein oder – noch schlimmer – zur Vorabüberweisung“, so Jost. „Dabei liegen die Vorteile einer bargeldlosen Zahlung auf der Hand. Niemand sollte mehr mit einem Geldkoffer durch die Straßen laufen müssen. Gebrauchtwagenkauf sollte einfach, transparent und sicher sein.“

So funktioniert Abrapay

Käufer und Verkäufer erhalten von Abracar für den vereinbarten Termin zur Kaufabwicklung einen Abrapay-Link per E-Mail. Über ihn können sie die Bezahlung über ihr Handy abwickeln. Dafür meldet sich der Käufer bei seinem Onlinebanking an, gibt die vereinbarte Kaufsumme ein und bestätigt die Transaktion. Käufer und Verkäufer erhalten binnen weniger Sekunden automatisch eine E-Mail-Bestätigung der Bank und können das Fahrzeug übergeben. Die Überweisung ist unwiderrufbar; das Geld geht in den für Onlineüberweisungen üblichen ein bis zwei Werktagen auf dem Konto des Verkäufers ein.

Dass die Deutschen in anderen Lebensbereichen zunehmend bargeldlos zahlen, zeigt eine Umfrage des Handelsforschungsinstitut EHI. Demnach wurde im Jahr 2018 im stationären Einzelhandel erstmals mehr mit Karte (48,8 Prozent) als mit Bargeld (48,3 Prozent) bezahlt.

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