Bentley Bentayga Diesel: Europa ist den Briten eben doch wichtig

Seite: 2/2

Das typische Selbstzünder-Geräusch ist natürlich zu vernehmen, wenn auch gedämpft. Bentley hat zudem die Laufkultur weiter gesteigert, und schon nach ein paar Kilometern weichen die harten Töne einem sonoren, ja fast angenehm bulligen Sound. Er passt perfekt zum Bentayga.

Theoretisch ließen sich mit dem 85-Liter-Tank jetzt über 1.000 Kilometer am Stück zurücklegen, und man ist durchaus geneigt, dies auch zu tun. Denn solange der Luxus-Liner genügend Auslauf hat (Parkhäuser und enge Innenstädte sind feindliches Revier), gibt es kaum ein besseres Fahrgefühl.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Trotz seiner schieren Größe von über fünf Metern, seiner Höhe von 1,74 Metern und seiner Masse von 2,5 Tonnen lässt sich der Brocken überraschend agil bewegen. Die Wankbewegungen in Kurven gleicht ein Elektromotor aus, das Fahrwerk lässt sich verstellen. Und über Komfort und Innengeräusche braucht man sowieso kein Wort zu verlieren. Hier erfüllt Bentley alle Ansprüche, die man an ein solches SUV nur stellen kann. Gediegener geht es kaum.

Gleiches gilt für die Auswahl der Materialien und deren Verarbeitung. Best of British Luxury. Feinstes Leder, edles Holz und höchste Handwerkskunst. Erstmals setzt Bentley im Bentayga zum Beispiel das Furnier eines amerikanischen Gummibaumes (wächst in den Südstaaten) ein, wegen dessen fließender Maserung und seines warmen, rötlich-braunen Farbtons.

Gut 130 Stunden dauert es, bis ein Bentayga weitgehend in Handarbeit aus der Montagehalle im englischen Crewe rollt. Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer ist sich sicher, dass die Dieselversion der Baureihe einen kräftigen Schub verleihen wird und neue Kunden zur Marke lockt. Wobei vielleicht auch der Preis eine Rolle spielen dürfte. Mit 175.335 Euro ist der Bentayga Diesel über 30.000 Euro günstiger als die W12-Benziner-Version.

(ID:44423246)