Besitzumschreibungen bleiben auf Berg- und Talfahrt

Autor: Andreas Grimm

Auf die Klasse kommt es derzeit im Gebrauchtfahrzeuggeschäft an. Während gebrauchte Pkw im Oktober weniger gefragt waren, ist die Nachfrage im Nutzfahrzeugsegment gestiegen. Richtig nach unten ging es für eine dritte Fahrzeugklasse.

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Gebrauchte Pkw haben im Oktober 2019 weniger Abnehmer gefunden als im Vorjahresmonat.
Gebrauchte Pkw haben im Oktober 2019 weniger Abnehmer gefunden als im Vorjahresmonat.
(Bild: Richter)

Für die Gebrauchtwagen-Verkäufer war der Oktober weniger golden als für die Neuwagenabteilungen. Während die Zulassungen der Neufahrzeuge im Vergleich zum Vorjahresmonat stark gestiegen sind (+12,7 %), sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im vergangenen Monat wieder. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) fanden zuletzt 637.004 Gebrauchtwagen einen neuen Halter. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Oktober 2018.

Damit setzt sich das Auf und Ab im Gebrauchtwagenmarkt weiter fort. Der Rückgang im Oktober führt dabei zugleich zu einem auf Jahressicht leicht rückläufigen Gesamtmarkt. Seit Januar haben bislang 6,12 Millionen Pkw einen neuen Halter gefunden – 0,1 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Per Ende September war der Markt noch 0,1 Prozent im Plus gewesen.

Ganz anders sieht es mit den gebrauchten Nutzfahrzeugen aus. In diesem Geschäftsfeld registrierten die Zulassungsstellen eine weiter steigende Nachfrage. Die Zahl der umgeschriebenen Lkw kletterte um 7,3 Prozent auf gut 33.200 Einheiten. Dieses Segment ist damit im bisherigen Jahresverlauf um 5,7 Prozent auf knapp 320.000 Einheiten gewachsen.

Deutliche Rückgänge bei Omnibussen und Krafträdern

Auch die Zugmaschinen bleiben weiter gefragt. Für sie fanden sich im Oktober 9.700 Abnehmer, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Einzig im schmalen Omnibussegment sanken die Transaktionen um 30,4 Prozent auf 423 Umschreibungen.

In der dritten Gruppe an Kraftfahrzeugen, den Krafträdern, sank die Zahl der Umschreibungen ebenfalls deutlich um 11,1 Prozent. 28.900 Abnehmer hatten sich zuletzt gefunden. Seit Jahresanfang sind damit 448.000 Krad-Umschreibungen aktenkundig geworden, ein Rückgang um 2,5 Prozent.

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Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«