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Bilanz: F&E-Investitionen und Wechselkurse belasten BMW

Autor: Andreas Wehner

Trotz steigender Verkäufe ist der Umsatz des BMW-Konzerns im ersten Halbjahr aufgrund ungünstiger Wechselkurse zurückgegangen. Zudem hat der Autobauer aufgrund hoher Vorleistungen für Forschung und Entwicklung weniger Geld verdient.

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BMW hat im ersten Halbjahr 2018 trotz gestiegener Autoverkäufe weniger verdient als vor Jahresfrist.
BMW hat im ersten Halbjahr 2018 trotz gestiegener Autoverkäufe weniger verdient als vor Jahresfrist.
(Bild: BMW)

BMW hat im ersten Halbjahr weniger Geld verdient. Der Münchner Autobauer verbuchte beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) mit 5,48 Milliarden Euro ein Minus von 4,8 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Laut BMW machen sich hier vor allem hohe Vorleistungen für Forschung und Entwicklung bemerkbar. Unter dem Strich hatte der Autobauer in den ersten sechs Monaten mit 4,38 Milliarden Euro 2,4 Prozent mehr in der Kasse.

Trotz steigender Verkäufe ging der Umsatz des Autobauers um 4 Prozent auf 47,72 Milliarden Euro zurück. Das Minus ist zu einem Großteil auf ungünstige Wechselkurse aufgrund des starken Euros zurückzuführen. Bereinigt um Währungseffekte liege der Umsatz nur 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, teilte BMW mit.

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Die Pkw-Verkäufe legten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres über alle Marken hinweg um 1,8 Prozent auf 1,24 Millionen Fahrzeuge zu. BMW-Chef Harald Krüger erhofft sich jedoch im zweiten Halbjahr mehr Schwung bei den Auslieferungen – vor allem durch den Produktionsausbau bei SUVs, aber auch durch neue Modelle. So sind seit kurzem der X2 und der neue X4 auf dem Markt. Im November startet mit dem 8er Coupé die Luxusoffensive – die im kommenden Jahr mit dem X7, dem 8er Cabrio und dem 8er Gran Coupé ihre Fortsetzung findet. Zudem startet Rolls-Royce mit dem Cullinan in einem neuen Segment.

Allerdings kommt dem Konzern aktuell der Zollstreit zwischen China und den USA in die Quere. BMW produziert den Großteil seiner SUV-Modelle in den USA und musste wegen höherer Einfuhrzölle bereits die Preise für einige Modelle in China erhöhen.

Bei der Umstellung auf das neue Abgastestverfahren WLTP sieht sich BMW im Plan und erwartet – im Gegensatz zu anderen Herstellern – keine größeren Probleme. „Wir gehen zielstrebig unseren Weg und halten Kurs“, sagte BMW-Chef Harald Krüger.

Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bestehen. Das Unternehmen plant für 2018, bei Auslieferungen leichte Zuwächse. Auch der Umsatz im Kerngeschäft mit Automobilen soll leicht steigen. Das Konzernergebnis vor Steuern soll das Vorjahresniveau erreichen. All das gilt jedoch für den Fall, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«