ADAC-Test Bis zu 25 Prozent Ladeverlust – an der Haushaltssteckdose

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

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Bekanntermaßen landet nicht der gesamte Strom, der bei einem Ladevorgang fließt, im Akku des E-Autos. Eine ADAC-Messung zeigt teils beträchtliche Ladeverluste – und große Unterschiede zwischen Fahrzeugen und Ladearten.

(Bild:  Daimler AG)
(Bild: Daimler AG)

Bei den Energiekosten sind Elektroautos Verbrennern in der Regel deutlich überlegen. In entsprechenden Vergleichsrechnungen werden allerdings die Ladeverluste gerne ausgeblendet. Denn jedes E-Auto zieht beim Laden mehr Strom aus dem Netz, als anschließend in der Batterie für den Antrieb zur Verfügung steht. Wie groß die Differenz ausfällt, hat der ADAC nun bei fünf aktuellen Elektromodellen untersucht. Dabei zeigten sich überraschend große Unterschiede, sowohl zwischen den Fahrzeugen als auch zwischen den verschiedenen Ladearten.

Am sparsamsten war in der Messreihe das Laden an einer Wallbox mit der jeweils höchstmöglichen Wechselstromleistung von 11 oder 22 kW – zum Vergrößern bitte klicken.(Bild:  ADAC)
Am sparsamsten war in der Messreihe das Laden an einer Wallbox mit der jeweils höchstmöglichen Wechselstromleistung von 11 oder 22 kW – zum Vergrößern bitte klicken.
(Bild: ADAC)

Besonders ineffizient ist das Laden an der Haushaltssteckdose. Über das bei vielen Elektroautos erhältliche Notladekabel fließt der Strom dort in der Regel mit lediglich 2,3 kW. Neben viel Geduld kostet das mitunter auch beträchtliche Mengen zusätzlicher Energie. Beim Mercedes-Benz CLA 350 EQ ermittelte der ADAC Ladeverluste von 24,2 Prozent. Fast ein Viertel des aus dem Netz bezogenen Stroms kam somit nicht im Akku an. Bei VW ID-7 Tourer, Volvo EX 30, Renault 5 E-Tech und Tesla Model Y lagen die Verluste im Steckdosenmodus zwischen 12,7 und 15,3 Prozent.

Aus Sicht des Verkehrsclubs bestätigen die Ergebnisse die bisherige Empfehlung: Die Haushaltssteckdose ist nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch mit Blick auf die Effizienz zum regelmäßigen Laden ungeeignet und sollte lediglich als Notlösung dienen.

Am sparsamsten war in der Messreihe das Laden an einer Wallbox mit der jeweils höchstmöglichen Wechselstromleistung von 11 oder 22 kW. In diesem Szenario blieben die Verluste bei allen fünf Fahrzeugen unter sieben Prozent. Den Bestwert erreichte der Renault 5 mit 5,1 Prozent.

Als drittes Szenario untersuchte der ADAC das Wallbox-Laden mit reduzierter Leistung, wie es etwa bei der Nutzung von überschüssigem Solarstrom vorkommt. Auch hier schnitt der Renault 5 mit acht Prozent am besten ab. Bei den übrigen Modellen betrugen die Verluste zwischen 9,1 und 12,8 Prozent.

Vollständig vermeiden lassen sich Ladeverluste bei Elektroautos nicht. Gründe sind unter anderem die während des Ladevorgangs aktiven Bordsysteme sowie Verluste bei der Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom.

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