Kfz-Handwerk BIV-Kfz formuliert fünf Leitlinien für den Aftermarket

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks hat einen Themenkompass mit fünf Leitlinien für einen mittelstandsfreundlichen Kfz-Aftermarket erstellt. Das Positionspapier unterstreicht die Bedeutung des Kfz-Handwerks für sichere, nachhaltige und bezahlbare Mobilität.

Der Bundesinnungsverband für das Kfz-Handwerk (BIV-Kfz) hat seine Themenschwerpunkte für den Aftermarket definiert. Hier mit Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün (r.).(Bild:  Promotor)
Der Bundesinnungsverband für das Kfz-Handwerk (BIV-Kfz) hat seine Themenschwerpunkte für den Aftermarket definiert. Hier mit Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün (r.).
(Bild: Promotor)

Der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) hat einen Themenkompass für einen fairen und zukunftsfähigen Kfz-Aftermarket vorgelegt. Mit dem Positionspapier will der Verband die Rolle des Kfz-Handwerks in einer Branche betonen, die sich durch Digitalisierung, vernetzte Fahrzeuge und neue Antriebstechnologien grundlegend verändert. Im Mittelpunkt stehen faire Wettbewerbsbedingungen, offener Datenzugang und weniger Bürokratie.

Der Verband fordert erstens einen diskriminierungsfreien, sicheren und herstellerneutralen Zugang zu reparaturrelevanten Fahrzeugdaten. Nur so könnten Werkstätten auch künftig im Wettbewerb bestehen und Verbraucher frei entscheiden, wem sie ihr Fahrzeug anvertrauen.

Zweitens setzt sich der BIV-Kfz für eine stärkere Reparaturfähigkeit ein. Nachhaltigkeit beginne mit der Möglichkeit, Fahrzeuge zu erhalten statt neu zu produzieren, heißt es. Dazu gehören nach Verbandsangaben ein Recht auf Reparatur, die langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen sowie der Zugang zu Reparaturinformationen einschließlich softwarebasierter Funktionen.

Bessere Bedingen für Betriebe und Fachkräfte

Die dritte Leitlinie betrifft die technologische Transformation. Für Elektrofahrzeuge, Fahrerassistenzsysteme, Over-the-Air-Updates und automatisiertes Fahren brauche es vollständigen Zugang zu Diagnoseschnittstellen und Kalibrierungsfunktionen sowie rechtssichere Rahmenbedingungen für Wartung und Reparatur.

Viertens fordert der Verband bessere Bedingungen für Fachkräfte und Betriebe. Moderne Ausbildungsordnungen, schnellere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, Unterstützung bei Betriebsnachfolgen und weniger bürokratischer Aufwand sollen die Werkstattlandschaft stärken.

Als fünfte Leitlinie nennt der BIV-Kfz den Abbau von Bürokratie. Melde-, Dokumentations- und Nachweispflichten müssten reduziert, Doppelregulierungen vermieden und digitale Förderzugänge vereinfacht werden. Auch der Ausbau von Lade- und Breitbandinfrastruktur wird als wichtiger Baustein genannt.

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