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BMW 1er: Adieu Heckantrieb

| Autor / Redakteur: sp-x / Laura Jaworek

Im Herbst startet die neue Generation des BMW 1er. Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat er mehr Platz und verbraucht weniger Sprit. Allerdings gibt es keinen Hinterantrieb und keinen Reihensechszylinder mehr.

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Die dritte Generation des BMW 1er ist nur noch als Fünftürer erhältlich.
Die dritte Generation des BMW 1er ist nur noch als Fünftürer erhältlich.
(Bild: BMW)

Auch im BMW 1er gibt der Hersteller künftig eines seiner einstigen Kernelemente auf. In der dritten Generation verzichtet der Münchner zugunsten eines besseren Platzangebots und niedrigerer Kosten auf den traditionellen Hinterradantrieb. Sein dynamisches Fahrverhalten soll der Fünftürer aber nicht aufgeben. Die Markteinführung des neuen Modells erfolgt Ende September zu Preisen ab 28.200 Euro.

Mit dem 2er Active Tourer und der Mini-Familie hat BMW bereits ausgiebig Erfahrungen mit dem lange Zeit verpönten Frontantrieb gesammelt. Sportlich orientierte Fahrer scheuen ihn nicht zuletzt aufgrund möglicher Traktionsprobleme beim Beschleunigen. Der neue 1er soll diese mit Hilfe von einer ausgefuchsten Fahrdynamikregelung vermeiden. Unter anderem wandert die dafür genutzte Regelelektronik näher an die Motorsteuerung, was eine spürbar schnellere Reaktion ermöglichen soll.

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Antriebsseitig steht ein neuer 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 306 PS für die sportlichen Ambitionen des neuen Einsteiger-BMWs. Den bisher angebotenen Sechszylinder mit vergleichbarer Leistung wird es nicht mehr geben. Durch das Downsizing sinkt der Verbrauch des Topmodells von 7,9 auf 7,1 Liter.

Übernommen werden die bekannten Benziner und Diesel mit 1,5- beziehungsweise 2,0-Liter-Hubraum, zum Marktstart gibt es zunächst drei Diesel mit 116 PS, 150 PS und 190 PS. Als Einstiegsbenziner fungiert ein Dreizylinder mit 140 PS. Bei der Kraftübertragung hat der Kunde die Wahl zwischen manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe, Siebengang-Doppelkupplung oder eine Wandlerautomatik mit acht Stufen.

Daneben will der neue 1er erstmals auch beim Raumangebot überzeugen. BMW verspricht einen großen Sprung bei den Platzverhältnissen im Innenraum – neben den Kostenaspekten ein wichtiger Grund für die Umstellung auf Frontantrieb.

Verschobene Proportionen

Der nun quer statt längs eingebaute Motor lässt mehr Platz für die Passagiere, die sich unter anderem auf mehr Knieraum im Fond und mehr Kopffreiheit freuen dürfen. Der Kofferraum wächst gegenüber dem Vorgänger in der Standardeinstellung um 20 auf 380 Liter, das Maximalvolumen bleibt mit 1.200 Litern identisch.

Beim Armaturenbrett nimmt der Einser Anleihen am Cockpit des Dreiers. Vor allem das Infotainment-System macht eine Technik-Sprung und erlaubt unter anderem die Steuerung mit Gesten. Auch das Programm an Assistenzsystemen wird ausgebaut, zur Serienausstattung zählt nun ein Notbremssystem mit Fußgängererkennung.

Äußerlich bleibt sich der 1er treu, doch die Proportionen verschieben sich leicht: Die Kabine rückt weiter nach vorne, die Motorhaube wirkt kürzer. Auch der Abstand zwischen Türvorderkante und Kotflügel verringert sich. Trotzdem bleibt der nicht mehr als Dreitürer angebotenen 1er auf den ersten Blick als BMW zu erkennen. Nicht zuletzt wegen des gewachsenen, und nun eckiger ausgeführten Kühlergrills.

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