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BMW: Absatzschub dank starkem China-Geschäft

| Autor: Andreas Wehner

Hinter BMW liegt ein erfolgreicher Mai: Die Münchner steigerten die weltweiten Verkäufe ihrer Kernmarke im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,6 Prozent und verkleinerten damit im Jahresverlauf den Rückstand auf den Konkurrenten Daimler. Doch es lief nicht alles rund.

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BMW produziert den X3 seit einigen Monaten auch in China.
BMW produziert den X3 seit einigen Monaten auch in China.
(Bild: BMW)

BMW hat im Mai beim Absatz zugelegt. Die Münchner lieferten im vergangenen Monat 211.000 Einheiten der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das entspricht einem Plus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Wie der Autobauer am Donnerstag mitteilte, stiegen damit die Verkäufe in den ersten fünf Monaten insgesamt um 0,8 Prozent auf 1,012 Millionen Fahrzeuge. „Dieses positive Absatzergebnis zeigt klar die Wirksamkeit unserer Modelloffensive“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Besonders erfreulich sei die Entwicklung der neuen X-Modelle mit einer Absatzsteigerung von über 30 Prozent im Mai.

Allein mit dem Fabrikat BMW legten die Münchner um 4,6 Prozent auf knapp 182.000 Auslieferungen zu. Dabei machte die Kernmarke gegenüber der Konkurrenz Boden gut. Denn sowohl der Premium-Primus Daimler als auch der Ingolstädter Konkurrent Audi verkauften im Mai weniger Autos als noch ein Jahr zuvor.

Im bisherigen Gesamtjahr liegen die Verkäufe der Marke BMW gegenüber den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 mit 872.000 Einheiten um 1,6 Prozent im Plus. Mercedes-Benz verkaufte mit 938.000 Einheiten zwar insgesamt noch etwas mehr Autos als die Münchner. Der Rückstand von BMW beträgt jedoch nur noch rund 66.000 Fahrzeuge. Vor einem Jahr lag der Münchner Autobauer noch um 126.000 Einheiten hinter dem Konkurrenten aus Stuttgart. BMW-Chef Harald Krüger will spätestens 2020 wieder die Nummer eins der Premiumhersteller werden. Audi dürfte im Kampf um die Spitze auf absehbare Zeit keine Rolle spielen. Die VW-Tochter liegt mit 739.000 verkauften Fahrzeugen von Januar bis Mai abgeschlagen auf dem dritten Platz.

Von der Marke Mini verkaufte die BMW-Group im Mai weniger Autos als im Vorjahresmonat. 28.000 Einheiten entsprachen einem Minus von 5,1 Prozent. Allerdings war die Verfügbarkeit bei dem Fabrikat im Mai geringer als üblich. Aufgrund des möglichen Brexits hatte der Autobauer seine jährliche Produktionsunterbrechung vom Sommer in den April vorgezogen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen die Mini-Auslieferungen um 4 Prozent auf knapp 138.000 Einheiten zurück.

Insgesamt konnte der BMW-Konzern im Mai vor allem in Deutschland (+29,6%) und – gegen den dortigen Markttrend – in China (+32,8 %) deutlich zulegen. Betrachtet man die Vertriebsregionen insgesamt, so stand nur in Asien ein Plus in der Absatzbilanz. Dort verkaufte BMW im Mai 19,6 Prozent mehr Autos. In Amerika (-2,7 %) und Europa (-5,4 %) gingen die Auslieferungen jedoch insgesamt zurück.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«