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BMW: Streit um Räderwechsel für Lidl/Kaufland-Fahrzeuge

| Autor: Andreas Wehner

Die BMW-Partner sollen zu einem günstigen Festpreis den Räderwechsel an den Fahrzeugen übernehmen, die der Hersteller in einem umstrittenen Deal an die Schwarz-Gruppe verkauft hat. Die wollen sich das laut einem Bericht von „Spiegel online“ aber nicht gefallen lassen.

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(Bild: BMW)

Der Dienstwagendeal mit der Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland) beschäftigt den BMW-Handel weiter. Nachdem der Hersteller eine große Anzahl Fahrzeuge zu Sonderkonditionen am Handel vorbei an den Einzelhandelskonzern verkauft hat, sollen die Autohäuser nun den Räderwechsel übernehmen – zum Festpreis von 58 Euro inklusive Einlagerung, wie „Spiegel online“ berichtet.

BMW soll schon seit einigen Wochen die entsprechenden Winterreifen an Betriebe verschicken – allerdings ohne Rücksprache mit den Partnern zu halten. Der geforderte Preis reiche nicht, um die Kosten zu decken. Deswegen wollen die Händler die Reifen künftig nicht mehr annehmen und an BMW zurückschicken. Das sei auf der Händlerverbandstagung in der vergangenen Woche in Hanau beschlossen worden, heißt es in dem Bericht.

Das Geschäft mit der Schwarz-Gruppe hatte zu Jahresbeginn für Aufregung im BMW-Netz gesorgt. Es war bekannt geworden, dass BMW den Einzelhandelskonzern seit 1. März mit Dienstwagen beliefert und der Handel dabei außen vor ist. Dabei geht es um mehrere Tausend Fahrzeuge, auf die der Hersteller ungewöhnlich hohe Nachlässe gegeben haben soll. Hinzu kommt, dass die Schwarz-Gruppe die Fahrzeuge nicht wie üblich geleast, sondern gekauft hat und nach der Nutzung selbst vermarktet. Der Handel kritisiert, dass dadurch eine große Zahl von Fahrzeugen auf den Markt kommt, deren Preise sich nicht absehen lassen.

Die Stimmung im BMW-Netz ist schon längere Zeit nicht gut. Die Durchschnittsrendite ist im Keller, um die neuen Händlerverträge hatte es Streit gegeben. Die Händler sehen viele offene Fragen und werfen dem Hersteller vor, ihre Interessen zu missachten. Dem Handel würden ohne entsprechende Gegenleistungen immer mehr Dinge aufgebürdet. Nachdem der Hersteller Gesprächsbereitschaft gezeigt hatte, empfahl der Händlerverband in letzter Minute die Unterzeichnung der neuen Verträge. Gespräche gab es bislang aber nicht. Diese will der Verband jetzt aufnehmen.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«