BMW verbessert Bilanz im dritten Quartal

Hohe Investitionen müssen finanziert werden

| Autor: Andreas Wehner

(Bild: BMW)

BMW sieht sich nach einem starken dritten Quartal auf Kurs, die für 2019 angepeilten Ziele zu erreichen. Absatz, Umsatz und Ergebnis legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, nachdem der Konzern im ersten Halbjahr etwas schwächer unterwegs war.

Von Juli bis September lieferte der Autobauer 613.000 Fahrzeuge seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce aus. Das entsprach einem Plus von 3,6 Prozent und war gleichzeitig ein Rekordwert für diesen Zeitraum. Der Konzernumsatz stieg um 7,9 Prozent auf 26,67 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern legte sogar um 23,4 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zu.

Der Autobauer profitiert nach Angaben von Finanzchef Nicolas Peter nach wie vor von guten Geschäften mit SUVs. Auch habe es positive Währungseffekte gegeben. Das Vorjahresquartal war zudem aufgrund der WLTP-Umstellung relativ schwach.

In den ersten neun Monaten lagen die Auslieferungen des BMW-Konzerns mit 1,866 Millionen Einheiten um 1,7 Prozent im Plus. Der Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 72,37 Milliarden Euro. Allerdings lag das Vorsteuerergebnis mit nur 5,06 Milliarden Euro um 35,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ein Teil des Gewinneinbruchs resultiert aus einer Rückstellung von 1,4 Milliarden Euro aus dem ersten Quartal für eine drohende EU-Kartellstrafe.

Finanzchef: „Unser Anspruch ist ein anderer“

Die Umsatzrendite betrug 6,8 Prozent. „Damit liegen wir im Wettbewerbsvergleich und vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen für unser Geschäft weiterhin auf einem hohen Niveau. Unser Anspruch ist jedoch ein anderer“, sagte Peter mit Blick auf die laufenden und anstehenden hohen Investitionen in Zukunftstechnologien.

Das für das Gesamtjahr angepeilte Ziel einer Ebit-Marge von 4,5 bis 6,5 Prozent im Automobilgeschäft will BMW schaffen. Das ist allerdings schon ein zurückgeschraubter Wert. Mittelfristig will BMW wieder die ursprünglich angepeilten 8 bis 10 Prozent erreichen. „Das bleibt unser grundsätzlicher Anspruch. Das erwartet auch der Kapitalmarkt von uns – und daran arbeiten wir konsequent und strukturiert“, sagte Konzernchef Oliver Zipse.

Um trotz der zu erwartenden Ausgaben künftig wieder eine bessere Rendite zu erwirtschaften, will BMW wie auch die Konkurrenz kräftig sparen: 12 Millionen Euro bis 2022. Rund die Hälfte davon sollen auf Maßnahmen in Vertrieb und Einkauf entfallen, zum Beispiel „eine noch systematischere und datenbasierte Vertriebssteuerung bis auf Händlerebene“, so Nicolas Peter. Zudem soll die Komplexität in der Produktpalette sinken: Weniger Varianten, vor allem weniger unterschiedliche Verbrennungsmotoren. Nicht zuletzt schraubt BMW aber auch an den Personalkosten.

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