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Bridgestone Blizzak siegt auch im Reifentest der „Auto Motor und Sport“

| Autor: Jan Rosenow

Der japanische Reifenhersteller hat mit seinem aktuellen Winterprofil Bridgestone Blizzak LM 005 offenbar einen Volltreffer gelandet. Auf Platz 2 der Rangliste folgt schon die erste Überraschung.

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Der Bridgestone Blizzak LM 005 erzielte im Test Bestnoten beim Bremsen und überzeugte mit einem niedrigen Rollwiderstand.
Der Bridgestone Blizzak LM 005 erzielte im Test Bestnoten beim Bremsen und überzeugte mit einem niedrigen Rollwiderstand.
(Bild: Bridgestone)

Die Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ hat sich bei ihrem Winterreifentest für die Größe 225/50 R 17 und einen heckgetriebenen BMW 3er als Testwagen entschieden. Das waren ganz andere Voraussetzungen als beim fast zeitgleich veröffentlichten ADAC-Reifentest (205/55 R 16, VW Golf). Aber der Sieger ist trotzdem derselbe: der Bridgestone Blizzak LM 005. Dabei überzeugte der 2019 vorgestellte Winterreifen vor allem mit seinen überragenden Nässeeigenschaften. Mit 9,5 von 10 möglichen Punkten in dieser Kategorie machte der Japaner alle Konkurrenten buchstäblich nass. In der Endabrechnung konnten ihm auch leichte Instabilitäten auf trockener Fahrbahn den Sieg nicht mehr nehmen: Mit 9,1 Punkten distanzierte er den Zweitplatzierten um einen ganzen Punkt.

Dieser Zweitplatzierte heißt BF Goodrich G-Force Winter 2 und kommt aus dem Hause Michelin. Es ist immer etwas peinlich für die großen Reifenhersteller, wenn sich ihre Premiummarke hinter dem Zweitfabrikat einordnen muss. Aber der BF Goodrich schaffte es vor allem mit seinen sehr guten Fahreigenschaften auf Schnee, den Michelin Alpin 6 zu distanzieren (der es aber trotzdem auf die Bewertung „Sehr gut“ brachte). Ebenfalls die Bestnote errang der Vredestein Wintrac Pro.

Mit der Note „Gut“ mussten sich die Modelle Goodyear Ultragrip Performance Plus und Nokian Snowproof begnügen, wobei der Goodyear mit 7,9 Punkten nur haarscharf am „Sehr gut“ vorbeischrammte. Der Testsieger des Vorjahres zeigte auf dem BMW 3er eine etwas schwächere Nässe-Performance.

Der Durchschnitt sagt nicht alles

Mit Toyo, Giti, Maxxis und Falken ordneten sich vier asiatische Fabrikate mit der Note „Befriedigend“ am Ende des Testfeldes ein. Während das Geheimnis der Siegerreifen ihre Ausgewogenheit ist – sie bringen es in allen Kategorien auf gute oder sehr gute Noten – zeigen die anderen Kandidaten nur punktuell gute Leistungen. Das kann sie aber trotzdem für bestimmte Fahrer zu einer passenden Wahl machen.

Der Toyo Observe S 944 etwa bekam von den Testern die Bestnote für das Handling auf trockener Straße und eignet sich so als Alternative für sportliche Fahrer. Der Letztplatzierte im Tableau (Falken Eurowinter HS 01) zeigt zwar auf Schnee nur befriedigende Leistungen. Doch er war stark auf Nässe – besser sogar als der BF Goodrich auf Rang 2.

Reifenverkäufer tun also gut daran, dem Kunden mit dem Wunsch nach einem Testsieger die gesamte Ergebnistabelle zu zeigen und ihn anhand seines Fahrprofils und seiner Bedürfnisse zu beraten.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group