Chinesische Hersteller BYD will ab Oktober in Deutschland verkaufen

Von Jens Rehberg

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Die derzeit weltweite Nummer 1 unter den E-Autobauern will ihren europäischen Brückenkopf erweitern. Nach dem Start in Norwegen soll im Herbst der Vertrieb in den Niederlanden, in Schweden und in Deutschland beginnen.

BYD und Hedin Mobility – Händlervertragsunterzeichnung auf chinesisch.
BYD und Hedin Mobility – Händlervertragsunterzeichnung auf chinesisch.
(Bild: BYD )

Der chinesische E-Autohersteller BYD hat für Oktober den Pkw-Verkaufsstart in Deutschland angekündigt. Noch vor dem Jahreswechsel sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden, heißt es in einer aktuellen Presseerklärung des Autobauers.

Konkret kündigte BYD die Eröffnung eines Flagship-Stores in Stockholm an. In Deutschland würden gerade „Top-Händler aus verschiedenen Regionen ausgewählt“, die das chinesische Fabrikat vertreten sollen. Da der Hersteller hierzulande keinerlei Vertriebserfahrung hat, soll der schwedische Autohändler Hedin Mobility die Partnerakquise übernehmen.

Hedin regelt Vertrieb und Service

Die große Autohandelsgruppe soll auch bereits selber Autohäuser in Deutschland betreiben. Offenbar hat BYD mit Hedin Mobility nun eine Art Importeursvertrag für Schweden und Deutschland abgeschlossen. Hedin soll auch für alle Aftersalesaktivitäten hauptverantwortlich sein.

In Sachen Produkt ist bis jetzt lediglich die Einführung des BEV-SUVs „Tang“ bestätigt, der in Norwegen bereits auf der Straße ist.

Der Hersteller will noch im August eine deutsche Kunden-Website unter www.bydauto.de starten.

Größtes E-Auto-Volumen

Weil die BYD-Werke von den jüngsten Corona-Lockdowns in China verschont blieben, konnte der E-Autobauer im ersten Halbjahr seinen Output auf über 640.000 E-Fahrzeuge steigern – knapp 80.000 mehr als beim bisherigen globalen Elektro-Marktführer Tesla.

BYD mit Hauptsitz in Shenzhen betreibt weltweit über 30 Produktionsstandorte. Neben Elektroautos ist das Unternehmen mittlerweile auch bei der Fertigung von Batteriezellen führend – nur der ebenfalls aus China stammende Lithium-Ionen-Akku-Spezialist CATL produziert mehr. BYD fertigt zudem Akkus für Mobiltelefone. Der Jahresumsatz von BYD belief sich im vergangenen Jahr auf umgerechnet rund 30 Milliarden Euro.

Filialnetz mit 230 Betrieben

Die Hedin-Mobility-Gruppe gehört zu den großen europäischen Autohändlern. Mit über 6.000 Beschäftigten betreibt die Handelsgruppe nach eigenen Angaben mehr als 230 Autohäuser in 8 Ländern. Insgesamt drehte das Unternehmen im vergangenen Jahr 125.000 Neu- und Gebrauchtfahrzeuge und erwirtschaftete einen Nettoumsatz von umgerechnet rund 2,7 Milliarden Euro.

Neben Pkw-Verkauf und -Service ist Hedin Mobility unter anderem in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Reifen- und Teilegroßhandel, Autovermietung sowie als Privat- und Firmenleasinggeber aktiv.

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