Citroën: Großer Hoffnungsträger kleiner Cactus
Beim neuen Citroën C3 sind die Anleihen vom C4 Cactus nicht zu verkennen. Der Kleinwagen ist der neue Hoffnungsträger. Obwohl der C4 Cactus die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt hat, ist sich Vertriebschef Kai Pries beim neuen C3 sicher: Er wird ein Erfolg.

Redaktion: Herr Pries, Anfang nächsten Jahres geht Citroën mit dem neuen C3 an den Start. Welche Hoffnungen gehen damit einher?
Kai Pries: Der neue Citroën C3 ist ein exzellenter Imageträger für die Marke im stärksten Segment in Deutschland und wird hier ein ganz klares Zeichen setzen. Gleichzeitig wird er wesentlich zur Motivation des Handelsnetzes beitragen. Hiervon konnten wir uns bereits in den gerade abgeschlossenen Produkttrainings für Verkaufsberater und Inhaber überzeugen. Das positive Feedback seitens des Handels war überwältigend.
Was heißt das in Zahlen?
Im nächsten Jahr wollen wir rund 11.500 Fahrzeuge verkaufen, was angesichts der Qualitäten dieses Fahrzeugs absolut realistisch ist.
Nach dem Facelift 2010 sind die Absatzahlen des Vorgängermodells deutlich eingebrochen. Was hat sich nun geändert?
Der neue C3 hat – außer dem Namen – nichts mehr mit seinem Vorgänger gemeinsam. Er ist ein völlig neues Auto. Vom Vorgängermodell werden wir im laufenden Jahr noch knapp 7.000 Einheiten verkaufen.
Wo liegen die entscheidenden Unterschiede zwischen den beiden Modellen?
Wir haben ganz bewusst ein neues Auto mit einem mutigen Design gestaltet. Die zweifarbige Lackierung bietet 36 Möglichkeiten der Zusammenstellung. Bei den vier Innenraumpaketen steht das Wohlbefinden des Fahrers im Mittelpunkt. Es gibt zahlreiche technische Neuerungen, dazu gehört auch die integrierte Kamera „Connected Cam“, mit der man Fotos und Videos aufnehmen und sie direkt im Netz verbreiten kann.
Der neue C3 hat deutliche Anleihen vom C4 Cactus. Ist dies ein Vor- oder eher ein Nachteil?
Natürlich gibt es Stilelemente, die beide Fahrzeuge gemeinsam haben. Zu den auffälligsten gehören die „Airbumps“, die beim C3 optional sind. Aber zwischen beiden Fahrzeugen gibt es auch eine starke Differenzierung, sie sind sehr eigenständig. Zwischen den beiden Fahrzeugen wird es zu keiner Kannibalisierung kommen.
Die ursprünglichen Ziele hat Citroën mit dem C4 Cactus aber nicht erreicht.
Der C4 Cactus hat den Weg für den C3 bereitet. Wir haben nun eine Riesenchance, die werden wir nutzen.
Wie sieht es mit den Preisen aus?
Der Einstiegspreis liegt bei 11.990 Euro. Mit Citroën fahren wir die Fair-Pricing-Strategie. Von der Ausstattung der Fahrzeuge her sind wir auf dem Niveau der Wettbewerber, die Listenpreise liegen aber darunter. Damit können wir ein niedrigeres Rabattniveau am Markt durchsetzen.
Was machen Sie zur Einführung des neuen C3?
Am 21. Januar 2017 veranstalten wir einen Tag der offenen Tür. Dafür lassen wir uns einiges einfallen.
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