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CO2-Vorgaben: Jeder fünfte Autokäufer will Verzicht üben

| Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Jens Rehberg

Ab dem kommenden Jahr muss der Flottenverbrauch gedrückt werden. Aber spielen die Kunden überhaupt mit? Erstaunlicherweise ist bei den Fahrern zweier deutscher Premiummarken die Bereitschaft zum Verzicht besonders ausgeprägt.

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Unter großen Anstrengungen senken die Hersteller derzeit ihren Flottenverbrauch.
Unter großen Anstrengungen senken die Hersteller derzeit ihren Flottenverbrauch.
(Foto: press-inform)

Ab 2020 gilt für alle neu zugelassenen PKW der neue Grenzwert von 95 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer. Laut einer aktuellen Studie der Marktforschung Puls wären 21 Prozent der Kunden dazu bereit, kurzfristig wegen der neuen Regeln ihr aktuelles Auto zu verkaufen und sich ein Fahrzeug mit kleinerem Motor anzuschaffen. Dazu befragten die Marktexperten im Juli über 1.000 Autokäufer. Demnach liegt der Anteil der „Verzichtsbereiten“ unter Frauen (26 %) und Jüngeren (24 %) am höchsten.

Bezieht man die aktuell von den Befragten gefahrenen Fahrzeuge mit in die Auswertung ein, so zeigt sich, dass Käufer der deutschen Premiummarken Audi und BMW mit 29 und 25 Prozent ebenfalls eine überdurchschnittliche Bereitschaft zum Downsizing ihres Autos äußern. Mit Abstand am stärksten zum Verzicht bereit sind Käufer der PSA-Marke Citroen (35 %).

Unter Nissan- und Mazda-Käufern liegt der Anteil der zum Downsizing bereiten Kunden dagegen nur bei 10 beziehungsweise 8 Prozent.

Der neue CO2-Grenzwert der EU entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 4,1 Litern Benzin oder 3,6 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Das wiederum stellt eine Verringerung des Kraftstoff-Verbrauchs um circa 30 Prozent zum derzeitigen Flottenverbrauch dar. Automarken, deren Flotten diese Vorgaben nicht erfüllen, drohen Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

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