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CO2-Ziele: VW braucht externe Hilfe

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Viktoria Hahn

VW muss zum sogenannten CO2-Pooling greifen, um sicherzugehen, die Abgas-Vorgaben der Europäischen Union zu erfüllen. Die Wolfsburger setzen dabei auf die Hilfe von Ford und SAIC. Ob und wie viel Geld dafür fließt, ist nicht bekannt.

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Um die Abgas-Vorgaben der EU sicher erfüllen zu können, greift VW zum CO2-Pooling.
Um die Abgas-Vorgaben der EU sicher erfüllen zu können, greift VW zum CO2-Pooling.
(Bild: Volkswagen)

Die beiden Autokonzerne VW und Ford legen einen Teil ihrer Flotten zusammen. Die Registrierung als Verbündete bei leichten Nutzfahrzeugen bei der Europäischen Kommission soll VW helfen, den EU-Regeln zu Kohlendioxid-Emissionen nachzukommen – und keine Strafe bezahlen zu müssen, teilte ein Konzernsprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg mit.

Demnach habe Ford noch Spielraum, die Regeln zu erfüllen. Das kommt VW zugute. Ob und wie viel Geld zwischen den Konzernen fließt, war zunächst nicht klar. 2019 hatte Fiat einen ähnlichen Deal mit Tesla gemacht.

Auch SAIC stößt mit MG zum VW-Pool

Doch nicht nur auf die Unterstützung von Ford setzt man in Wolfsburg. Wie der Hersteller am Montag bestätigte, hat er auch ein Abkommen mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner SAIC und dessen Marke MG geschlossen. Zuvor hatte es bereits erste Berichte darüber gegeben, da die Übereinkunft einem Dokument der EU-Kommission zu entnehmen war. Jenes Pooling ist vorerst bis 2022 angelegt. Auch für jenes Geschäft machte der Hersteller keine Angaben über mögliche Zahlungen an den Partner.

MG will demnächst sein Elektro-SUV MG ZS EV in Deutschland anbieten. In China ist es bereits seit dem Frühjahr 2019 verfügbar. In China arbeiten SAIC und VW schon lange zusammen.

Den bislang bekanntesten CO2-Pooling-Deal hatten Fiat Chrysler und Tesla geschlossen. Der italo-amerikanische Konzern will mithilfe der Kalifornier die CO2-Vorgaben in Europa einhalten. Für entsprechende Tesla-Zertifikate bezahlt FCA Elon Musk und Co. Nicht zuletzt deshalb hatte Tesla in den zurückliegenden Quartalen Gewinne ausweisen können.

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