Coparts-Tochter routet große Autoflotten

Autor: Norbert Rubbel

Bei der diesjährigen Hausmesse der Coparts-Gruppe stand nicht nur das Werkstattausrüstungs- und Teilegeschäft im Fokus, sondern auch das Flottenmanagement der Tochtergesellschaft Global Automotive Service (GAS).

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Auf dem Messestand der Coparts-Tochter GAS informierten sich die Interessenten über das Flottenmanagement.
Auf dem Messestand der Coparts-Tochter GAS informierten sich die Interessenten über das Flottenmanagement.
(Bild: Rubbel)

Die Automobilhersteller haben den freien Teilegroßhändlern den Kampf angesagt. Auf der einen Seite vermarkten sie ihre Originalersatzteile mit horrend hohen Konditionen an die freien Werkstätten – an die ureigene Kundengruppe der Großhändler. Auf der anderen Seite steuern sie mit ihren Telematik-Lösungen die Autobesitzer ausschließlich in ihre Vertragswerkstätten und wollen so die markenunabhängigen Kfz-Betriebe vom Wartungs- und Reparaturmarkt abschotten.

Dass es dazu nicht kommen muss, zeigten die Aussteller und Gespräche auf der Hausmesse der Teilehandelsgruppe Coparts am zurückliegenden Wochenende in Göttingen. „Wir lieben Autoteile, mögen unsere Kunden und reagieren schnell und flexibel auf Veränderungen“, sagte Coparts-Geschäftsführer Ulrich Wohlgemuth. Mit ihrer Dachgesellschaft Group Auto International widme sich die Coparts Autoteile GmbH sehr stark dem Thema Fahrzeugsteuerung und Telematik. So könnten auch freie Werkstätten beispielsweise mit der Applikation „Group Netzwerk Management Soft“ künftig Fahrzeugdaten wie Verschleißzustände von Bauteilen und den Inspektionsbedarf auslesen und die daraus resultierenden Informationen für ihre Kundenangebote nutzen.

GAS kooperiert mit großen Fuhrparks

Und dass auch unabhängige Marktakteure Fahrzeugflotten in die freien Werkstätten steuern können, beweist das immer größer werdende Netzwerk der Global Automotive Service GmbH (GAS), die Tochtergesellschaft der Coparts ist. Rund 1.700 GAS-Partnerwerkstätten warten und reparieren die Fahrzeuge von großen Fuhrparks. Zum Kundenportfolio zählen zum Beispiel die elektrifizierten Streetscooter der Post sowie die Leasingfahrzeuge von Leaseplan und die Geld- und Werttransporter von Prosegur. „Wir wollen weiter wachsen und der größte Auftragssteuerer in Deutschland werden. Noch in diesem Jahr soll die Anzahl der im System angeschlossenen Werkstätten auf 2.000 Betriebe steigen“, erklärte GAS-Geschäftsführer Andreas Brodhage.

Ab Januar 2019 erweitert GAS ihr Unfall- und Schadenmanagement und startet mit der neuen Gesellschaft „Global Automotive Repair“. Dabei kooperiert GAS mit den angeschlossenen Acoat-Selected-Betrieben der Akzo Nobel Coatings GmbH. Ziel sei es, die Karosserie- und Lackierwerkstätten in den Bereichen Elektromobilität und Mechanik zu unterstützen und das GAS-Netzwerk weiter auszubauen.

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