Corona im Griff: Erholung in China ist „Rettungsanker“ für Autobauer

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Ein viel größeres Risiko seien die unberechenbaren USA unter US-Präsident Donald Trump, meinte Dudenhöffer. „Wenn Trump einen schlechten Tag hat und ein paar Wählerstimmen braucht, erhebt er über Nacht Zölle gegenüber der deutschen Autoindustrie.“ Seine Zollkriege hätten deutschen Autobauern schon Milliarden-Verluste beschert.

Wo der Markt in Europa und den USA nicht so gut laufe, zeige sich, „wie dramatisch wichtig dieser Markt ist“, meinte auch Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management (CAM). China sei „schon mehr als ein Hoffnungsträger“. „Im Moment rettet China so ein bisschen den Weltmarkt.“ Es sei „ein wichtiger Anker gerade für die deutschen Autobauer“. Hersteller könnten es sich nicht leisten, China auszuklammern, dürften aber andere Märkte nicht vernachlässigen.

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Die wachsende Abhängigkeit sei nicht unproblematisch. „Wenn der Markt ein Problem bekommt und man ist dort weit überproportional aktiv, dann kann man in Turbulenzen geraten“, sagte Bratzel. „Ein sehr hoher Marktanteil in China bedeutet natürlich auch eine Art Abhängigkeit politischer Dimension bis hin zu Erpressbarkeit.“

BMW sieht keine allzu große Abhängigkeit

Auch wenn der Anteil im globalen BMW-Geschäft gerade wächst, sieht der Münchner Autobauer keine allzu große Abhängigkeit von China. BMW sei breit aufgestellt, sagte China-Chef Jochen Goller. Der Markt in Europa sei für BMW „weit größer“ als der in China. „Wir haben eine gute Balance.“ Auch sagte Goller: „Es ist keine Option, in China nicht zu wachsen.“ Für den Rest des Jahres erwarte BMW noch „sehr starkes Wachstum“. Nach dem anfänglichen Rückgang des Absatzes in China durch die Corona-Krise ziele BMW für das gesamte Jahr auf ein „einstelliges Wachstum“, wie Goller sagte.

Hinter der Wende steckt die unerwartet schnelle wirtschaftliche Erholung in China, das als erste große Volkswirtschaft wieder Wachstum zeigt. Auch die Angst der Menschen, in der Pandemie öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, gilt als Motivationsfaktor für einen Autokauf. Der Absatz von Personenwagen stieg im August um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 1,73 Millionen - nach einem Plus von 7,9 Prozent im Juli. Elektrofahrzeuge verkauften sich mit einem Zuwachs von 45 Prozent im August auf 82.500 noch besser.

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