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Daihatsu stellt den Verkauf ein

| Redakteur: Andreas Wehner

Der japanische Kleinwagenbauer wird ab 2013 keine Neuwagen mehr in Europa anbieten. Die deutschen Händlerverträge werden regulär zum 31. Januar 2013 gekündigt. Allen Partnern sollen jedoch Serviceverträge angeboten werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Daihatsu-Fahrzeuge wird es künftig in Europa nicht mehr zu kaufen geben. Der Importeur bestätigte am Donnerstag entsprechende Informationen von »kfz-betrieb ONLINE« und kündigte an, den Vertrieb von Neuwagen zum 31. Januar 2013 einzustellen. Die Verträge mit den deutschen Händlern werden einer Pressemitteilung zufolge zu diesem Termin gekündigt.

Allen Vertriebspartnern werde jedoch angeboten, ihre Tätigkeit als Service-Partner fortzusetzen. Daihatsu werde auch über 2013 hinaus die Versorgung mit Ersatzteilen sicherstellen und Garantieansprüche gewährleisten, heißt es in der Mitteilung. Das deutsche Netz besteht derzeit aus etwa 300 Vertriebspartnern und 55 reinen Servicepartnern. Auf einer Händlertagung in Frankfurt wurden sie über die aktuelle Situation informiert.

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Der japanische Kleinwagenhersteller befand sich in Deutschland schon länger auf dem absteigenden Ast. 2008 hegte Daihatsu noch große Expansionspläne. Der Importeur wollte ein neues, zweistufiges Händlernetz mit 400 Partnern installieren und kündigte an, den Absatz bis 2012 auf 20.000 Fahrzeuge zu steigern. 2008 waren es noch 13.700.

Das Umweltprämienjahr 2009 wurde zum Desaster für Daihatsu in Deutschland. Der Jahresstart war vielversprechend. Nach Abverkauf der Lagerfahrzeuge gab es jedoch massive Lieferprobleme. Das Jahr endete mit einem Minus von 22,8 Prozent (10.600 Einheiten) – bei einem um 23,2 Prozent gewachsenen Gesamtmarkt. 2010 kam es noch dicker: Die Absatzzahlen halbierten sich auf 5.300 Einheiten. Europaweit verkaufte Daihatsu im vergangenen Jahr 19.000 Autos.

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