Griffiths über Cupra Das Portfolio ist „fast zu vernünftig“

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die stürmische Entwicklung von Cupra soll sich weiter tragen. Eine halbe Millionen Neuwagen pro Jahr sind das Ziel. Dafür will Cupra-Chef Wayne Griffiths die Marke noch mehr emotionalisieren, etwa mit einem Sportwagen. Auch in Sachen Seat hat er eine klare Botschaft.

Das auf der IAA 2023 gezeigte Showcar „Dark Rebel“ ist für Cupra-Chef Wayne Griffiths ein Element, die Marke weiter zu emotionalisieren.(Bild:  Grimm – VCG)
Das auf der IAA 2023 gezeigte Showcar „Dark Rebel“ ist für Cupra-Chef Wayne Griffiths ein Element, die Marke weiter zu emotionalisieren.
(Bild: Grimm – VCG)

Cupra-Chef Wayne Griffiths wird nicht müde, „seiner“ Marke Perspektiven zu geben und für eine Weiterentwicklung zu werben. Das junge spanische Fabrikat, dessen Geburt er maßgeblich begleitet haben dürfte, will er mit weiteren emotionalen Produkten stärken – und mittelfristig ihren Absatz auf eine halbe Million Neuwagen im Jahr steigern.

Ein wesentlicher Baustein in Sachen Emotionalisierung ist ein Sportwagen, dessen Realisierung immer wahrscheinlicher wird. Seit dem Auftritt des Showcars „Dark Rebell“ auf der IAA 2023 in München wird dessen Umsetzung als Serienmodell in Händlerkreisen, bei Kunden und Marken-Fans diskutiert bis gefordert. Nun gab Griffiths im Gespräch mit der Zeitschrift „Auto Motor und Sport“ wieder einen Hinweis auf einen kommenden Sportwagen: „Für eine Marke wie Cupra ist unser aktuelles Produktportfolio fast zu vernünftig“, sagte er.

Kurz darauf wird er im Gespräch konkreter. „Ich würde so gern einen Sportwagen auf den Markt bringen – auch wenn es nicht vernünftig ist. Ich glaube, die Marke braucht das, um die Begehrlichkeit zu steigern“, erläutert er. Im Augenblick sei der richtige Zeitpunkt dafür aber noch nicht gekommen, da Cupra derzeit im Produktportfolio für jeden Interessenten ein Produkt habe. Familienautos und SUVs ebenso wie die verschiedenen Antriebsarten vom Verbrenner über den Plug-in-Hybrid bis hin zum Elektroauto. Langfristig wolle Cupra auffallen und provozieren, um bewusst aus der Masse herauszustechen, „weil wir für etwas stehen“. Denn Cupra entwickle schöne Autos, Fahrzeuge für „Car-Lover“.

Mit der bisherigen Modellpolitik hat Cupra zweifelsohne ein überzeugendes Wachstum erreicht und aus kleinen Anfängen ihren Absatz jährlich stark gesteigert. 2023 waren es weltweit 230.739 Neuwagen, über 50 Prozent mehr als 2022. Inzwischen schwächt sich die Wachstumskurve international ab. Im ersten Halbjahr 2024 kam Cupra auf 125.700 Verkäufe – ein Plus von 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Grundsätzlich muss Cupra noch viele Käufer von sich überzeugen. Denn das Absatzziel ist hoch gesteckt, die Verkäufe sollen sich laut Griffiths in absehbarer Zeit mehr als verdoppeln, sprich auf 500.000 Einheiten wachsen. Das würde mit einem Marktanteil in Europa von 3 Prozent einhergehen, womit Cupra dann „relevant und sichtbar“ wäre. Gleichzeitig will die Marke global expandieren. Aktiv geworden ist Cupra beispielsweise schon in Australien und Lateinamerika. Ein größeres Volumen ist aber insbesondere in Nordamerika geplant – wenn denn dort die Elektromobilität ins Laufen kommt.

Die Marke Seat wird fortgeführt – auch elektrisch

In Cupra sieht Griffiths zudem auch die Überlebensgarantie der Stammmarke Seat. Mit dieser Marke verkauft der spanische Hersteller einerseits noch immer die meisten Autos, andererseits ist Cupra der Umsatztreiber und wichtige Erlösquelle. „Unser Rekordergebnis im ersten Halbjahr mit sieben Milliarden Euro Umsatz und 400 Millionen Euro Gewinn haben wir vor allem Cupra zu verdanken“, verdeutlicht Griffiths.

Technisch sei die Marke Cupra ebenfalls wichtig, weil unter diesem Label die Elektrifizierung im Unternehmen einfacher vorangetrieben werden könne. Schließlich sei es bislang quasi nicht möglich, mit günstigen elektrischen Autos Geld zu verdienen. Und Seat steht eben für eher günstige Produkte. Trotzdem ist sich Griffiths sicher, dass „der Zeitpunkt kommen wird, an dem es Sinn ergibt, einen vollelektrischen Seat zu produzieren“.

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