DAT: Akzeptanz für Hardware-Nachrüstungen steigt

Ergebnisse des aktuellen Diesel-Barometers

| Autor: Yvonne Simon

Dem aktuellen DAT-Dieselbarometer zufolge würden sich 62-Prozent der Autokauf-Planer finanziell an der Nachrüstung ihres derzeitigen Diesel-Fahrzeugs beteiligen.
Dem aktuellen DAT-Dieselbarometer zufolge würden sich 62-Prozent der Autokauf-Planer finanziell an der Nachrüstung ihres derzeitigen Diesel-Fahrzeugs beteiligen. (Bild: Twintec Baumot)

Fahrer von Dieselfahrzeugen zeigen sich immer offener gegenüber Hardware-Nachrüstungen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) in ihrem aktuellen Diesel-Barometer. 67 Prozent der Befragten würden sich prinzipiell dazu bereiterklären, ihr Fahrzeug technisch nachrüsten zu lassen. 62 Prozent würden sich auch selbst finanziell an der Maßnahme beteiligen – im Mai hatte die Bereitschaft, einen Teil der Kosten zu tragen nur bei 40 Prozent gelegen.

Als Hauptgrund für eine Nachrüstung gaben die Befragten hauptsächlich den Werterhalt des Pkw an. Dabei gilt es zu beachten, dass die Probanden der DAT planen, demnächst ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Eine andere Erhebung kam zuletzt zu anderen Ergebnissen in Bezug auf die Bereitschaft zur Nachrüstung: Laut der kürzlich veröffentlichten Aral-Studie würde nur ein minimaler Anteil an Diesel-Fahrern, die von Fahrverboten betroffen sind, ihre Autos nachrüsten lassen. Dabei wurde den Befragten jedoch der Tausch gegen ein anderes Fahrzeug als alternative Antwortmöglichkeit angeboten, die 99 Prozent der Befragten bevorzugten.

Ein weiteres Ergebnis des DAT-Dieselbarometers: 17 Prozent der Befragten würden sich beim anstehenden Autokauf für einen Selbstzünder entscheiden, das entspricht einen Anstieg um einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vorjahr. Unter den Dieselfahrern würden 44 Prozent erneut einen Diesel kaufen.

Diesel-Standzeiten im Juli gestiegen

Nach wie vor sorgt die öffentliche Diesel-Diskussion teils für Verunsicherung bei den Autokäufern: Immerhin 40 Prozent gaben an, den geplanten Kauf verschoben zu haben – hauptsächlich aufgrund drohender Fahrverbote.

Bei den Händlern stehen gebrauchte Diesel derzeit wieder etwas länger auf den Höfen als zuletzt. Mit 93 Tagen haben sich die Standzeiten im Vergleich zum Vormonat um 2 Tage erhöht. Bei den Benzinern hingegen bedeuten 80 Standtage einen Bestwert im laufenden Jahr.

Gleichzeitig sind bei beiden Antriebsarten sind die Gebrauchtwagenwerte leicht gefallen. Dreijährige Diesel-Pkw erzielen derzeit noch 52,3 Prozent des ursprünglichen Listenneupreises, Benziner kommen auf 56,9 Prozent.

Die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen ist im Juli hingegen angestiegen: 219.000 gebrauchte Selbstzünder wechselten im siebten Monat des Jahres den Besitzer, was einem Jahreshöchstwert entspricht. 110.000 Käufer entschieden sich außerdem für einen Diesel-Neuwagen – sowohl im Vormonat als auch im Vorjahresmonat hatte das Kraftfahrt-Bundesamt lediglich 103.000 Diesel-Neuzulassungen verzeichnet.

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