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Delta reanimiert Opel in Wiesbaden

| Autor / Redakteur: Jens Rehberg / Andreas Wehner

Shahriar Pirzadeh hat mit einem beeindruckenden Neubau in Wiesbaden für Opel einen wichtigen Open Point zugemacht. Der gebürtige Perser will nach der Anlaufphase bis zu 4.000 Neuwagen pro Jahr verkaufen.

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Delta Automobile hat am Freitag in Wiesbaden ein neues Opel/Chevrolet-Autohaus eröffnet. Inhaber und Geschäftsführer Shahriar Pirzadeh investierte in der Mainzer Straße in der Nähe des Hauptbahnhofs 4,5 Millionen Euro. „Der neue Betrieb ist mein Dank an die Marke Opel, der ich so viel zu verdanken habe“, sagte Pirzadeh, der seit 1987 mit Opel-Modellen handelt, im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.

Pirzadeh will mit zunächst 30 Mitarbeitern im ersten vollen Jahr 1.500 bis 2.000 Neuwagen vermarkten. Dazu sollen 200 bis 500 Gebrauchte kommen – für ein größeres GW-Geschäft fehlen entsprechende Außenflächen. Der Unternehmer besetzt in Wiesbaden jetzt das ehemalige Verkaufsgebiet eines vor Jahren pleite gegangenen Georg-von-Opel-Standorts, das bis in den Taunus hinein reicht. Das Stammhaus von Delta liegt im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel. Dort wird künftig auch ein Teil der Werkstattarbeiten aus dem neuen Standort abgewickelt, da auch hierfür der Platz in der Mainzer Straße nicht ausreicht.

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Denn dieser Platz ist für die großzügige Präsentation der Konzern-Neuwagen reserviert. Auf knapp 1.500 Quadratmetern werden hinter einer 85 Meter langen Fensterfront den Kunden die neuen Modelle von Opel und Chevrolet präsentiert. Läuft der Betrieb erst einmal rund, will Pirzadeh bis zu 4.000 Neuwagen pro Jahr vermarkten. Den Volumenanteil für Geschäftskunden sieht der Händler bei etwa 50 Prozent.

Der neue Standort ist derzeit für Opel in baulicher Hinsicht ein Vorzeigebetrieb. „Dieses Autohaus ist ein Pilotprojekt für das neue Erscheinungsbild unserer Händler“, sagte Opel-Vorstand Alain Visser anlässlich der Eröffnung vor 250 geladenen Gästen. Nach Aussage von Vetriebs-Chefin Imelda Labbé, die ebenfalls am Eröffnungstag angereist war, sollen einige neue CI-Elemente im Innenraum in den nächsten Jahren im gesamten Händlernetz eingeführt werden. Dazu gehörten unter anderem eine „Y-Theke“ mit Kaffeebar, neu gestaltete Verkäuferbereiche und ein Bebilderungskonzept.

Was genau in die zu erwartenden veränderten Vetriebsstandards aufgenommen werde, stehe noch nicht fest, so die Managerin. Darüber werde nun mit den Händlern gesprochen. „Nächste Woche auf der VDOH-Mitgliederversammlung werden wir den Dialog eröffnen“, sagte sie im Hinblick auf die bevorstehende Änderung der Händlerverträge vor dem Auslaufen der GVO.

Den Strom selber machen

Für die ökologische Ausrichtung des neuen Standorts nahm der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Axel Wintermeyer, das Delta-Autohaus in die Liste „100 Unternehmen für den Klimaschutz“ auf. Der Kfz-Betrieb qualifizierte sich hierfür unter anderem mit seiner Licht- und Heiztechnik, die von einer auf dem Dach installierten Photovoltaikanlage versorgt wird. Außerdem soll auf dem Betriebsgelände eine Stromtankstelle eröffnet werden.

Die Opelaner brachten einen Ampera zur Eröffnung mit, in dem die Gäste nach dem offiziellen Teil der Feier Gelegenheit zum Mitfahren bekamen. Außerdem stand ein Hydrogen4 mit Brennstoffzellenantrieb für Probefahrten bereit.

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