Die Neuwagennachfrage sinkt auf breiter Front, eine echte Belebung ist nicht in Sicht. Im Februar sorgten vor allem die Eigenzulassungen der Hersteller für statistische Kosmetik.
Im Februar entwickelten sich fast alle Absatzkanäle schwach. Die Hersteller wurden dagegen sehr aktiv.
(Bild: Volkswagen)
Der deutsche Neuwagenmarkt ist aus verschiedenen Richtungen unter Druck. Der Rückgang der Erstzulassungen im Februar um 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat resultiert aus einer Konsumzurückhaltung in allen relevanten Vertriebskanälen. Einzig die Eigenzulassungstätigkeit der Hersteller und Importeure wirkte im Februar stützend auf die Marktentwicklung.
Den Gesamtmarkt nach unten getrieben hat im zurückliegenden Monat vor allem das Geschäft mit den Firmen- und Flottenkunden. Der gewerbliche Markt brach nach den Zahlen der Marktforschung Dataforce um 13 Prozent ein. Damit ist dieses Marktsegment – mit einer Ausnahme – seit zehn Monaten rückläufig. „In den letzten Jahren hatten die Flotten den Markt stets stabilisiert – jetzt scheint sich hier aber auch eine gewisse Sättigung abzuzeichnen“, bilanziert Dataforce die Entwicklung. Zum Vorjahreswert fehlen in diesem Vertriebskanal fast 10.000 Einheiten.
Vor diesem Hintergrund ist die positive Entwicklung des Elektroantriebs umso erstaunlicher, sind doch die Firmenkunden traditionell ein wichtiger Abnehmer dieser Antriebsart. Und tatsächlich kletterte die Zahl der gewerblich zugelassenen E-Fahrzeuge im Februar um 52 Prozent. Dass der Dieselanteil weiter schrumpfte (-23,8 %), passt dagegen ins Bild einer schwachen gewerblichen Nachfrage.
Eigenzulassungen verzerren die Elektrozahlen
Allerdings ist die Freude am Elektroaufschwung nicht ungetrübt, denn eine noch viel deutlichere Steigerungsrate gab es bei den Elektrozulassungen der Hersteller und Importeure. Dieser Zulassungskanal hatte im Februar generell um 14,8 Prozent zugelegt. Die Zahl der Elektrofahrzeuge stieg in diesem Kanal jedoch um 87 Prozent. Diese Entwicklung spreche für eine wachsende Bedeutung der Eigenzulassungen in der Vertriebsstrategie der Hersteller, heißt es von Dataforce. Sehr wahrscheinlich werde die Branche getrieben vom Wunsch, die Flottenziele der EU seitens der Hersteller direkt zu erfüllen.
Im Privatmarkt sank der Stromer-Absatz sogar um 3 Prozent. Der Marktanteil der E-Modelle lag immerhin bei 15,9 Prozent. Gleichzeitig wuchs im Privatmarkt allerdings das Interesse an Plug-in-Hybriden deutlich (+60 %). Augenscheinlich haben viele Käufer noch immer die Sorge vor der fehlenden Reichweite oder Lademöglichkeit.
Über alle Antriebsarten hinweg verlor der Privatmarkt dennoch 6,2 Prozent seines Vorjahresvolumens. Das sind rund 4.400 Einheiten. Die Händler hielten sich trotzdem mit Eigenzulassungen zurück. Auf diese Weise fanden 32.100 Neuwagen den Weg auf die Straßen – das waren 8,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Auch deshalb kommt Dataforce in der Bewertung des Neuwagenmarkts zu einem ernüchternden Ergebnis: „Der deutsche Pkw-Markt steckt weiterhin in einer mittelschweren Krise“, heißt es in einem Statement der Marktbeobachter.
Transportermarkt bricht ebenfalls ein
Die schlechte Konjunktur schlug im Februar auf den Transportermarkt durch, in dem Dataforce die Zulassungen der leichten Nutzfahrzeuge und Pkw-Utilities ausweist. Er hatte sich zuletzt noch robust gezeigt, war aber zugleich durch Vorzieheffekte und Eigenzulassungen beflügelt worden. Im Februar brachen die Flottenzulassungen nun um 13,4 Prozent ein – also in einer ähnlichen Größenordnung wie im Pkw-Segment. Im Privatmarkt (+9,5 %) sowie im Fahrzeugbau (+24,3 %) legte das Neuwagenvolumen der Transporter jedoch zu.
Etwas strikter nutzte der Handel das Mittel der Eigenzulassungen (-3,4 %). Die Autovermieter (-43,7 %) hielten sich mit Neuzulassungen dagegen extrem zurück, sodass am Ende die Gesamtzulassungen der Transporter 9 Prozent ins Minus rutschten.
Unterschieden nach Kraftstoffarten legten auch im Transportersegment die Elektro-Modelle deutlich zu (+22 %). Diese Antriebsart kommt mit 2.700 Einheiten dennoch nur auf einen Marktanteil von 7,4 Prozent. Die Diesel-Zulassungen gingen demgegenüber um 9 Prozent zurück und zogen den Gesamtmarkt somit ins Minus.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.