Die Zukunftsvision von Mercedes

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Professor Erich Schöls vom Würzburger Steinbeis Forschungszentrum erwartet dank des rasanten Fortschritts künftig verfügbarer Hardware „virtuelle Wahrnehmungswelten, die das menschliche Bewusstsein in Räume entführt, die bislang nur in unserer Phantasie oder in Träumen existiert haben“. Schöls gibt aber zu bedenken: „Viele Menschen stehen dem Eintauchen in vollständig künstliche Umgebungen im Moment noch etwas misstrauisch gegenüber. Durch zunehmend sinnvolle Anwendungen wird der Cyberspace aber bald als eine nützliche und interessante Bereicherung mit riesigen Potenzialen geschätzt werden“.

Rollende Playstation

Ob der gemütliche Talk mit Facebook-Freunden, die sich virtuell ins eigenen Auto „beamen“, ob ein filmischer Vorgeschmack auf das im Navi programmierte Zielgebiet oder ein spannendes Videospiel, das den ganzen Mercedes in eine rollende Playstation verwandelt – denkbar ist nach Meinung der Futurologen fast alles.

Auch das Zurücklehnen im Lounge-Sessel, während die Scheiben zum 360-Grad-Bildschirm werden und einen schneeweißen Strand und türkisfarbenes Meer virtuell ins Auto befördern. Das Rauschen der Wellen dringt dank Dolby-Surround an alle Ohren. Und draußen im realen Leben durchqueren wir den sozialen Brennpunkt einer Megacity, stehen im Endlos-Stau oder warten auf die Schneeräumer, damit der Computer in unserem Auto endlich weiterfahren kann.

Daimler-Chef Dieter Zetsche wird später einmal daran erinnert werden, dass er bei der Vorstellung des Zukunftsmodell F015 versprach: „In einem Mercedes wird der Fahrer immer selbst entscheiden können, ob er wieder das Lenkrad übernimmt“. Allerdings wird Zetsche dann wohl längst seinen Ruhestand genießen.

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