„Diskussion um Positionierung verunsichert Händler und Kunden“

Skoda-Verbandschef Thomas Peckruhn reagiert auf Bericht

| Autor: Andreas Grimm

Wohin dreht der Skoda-Pfleil? Öffentliche Gedankenspiele zur Umpositionierung kommen im Handel nicht gut an.
Wohin dreht der Skoda-Pfleil? Öffentliche Gedankenspiele zur Umpositionierung kommen im Handel nicht gut an. (Bild: Seyerlein/»kfz-betrieb«)

Der Bericht über eine Umpositionierung von Seat und Skoda innerhalb des Markenportfolios des Volkswagenkonzerns lässt speziell die Skoda-Partner nicht kalt. Ihr Fabrikat soll demnach ein Günstig-Image bekommen. Thomas Peckruhn, Präsident des Skoda-Partnerverbands, findet im Gespräch mit »kfz-betrieb« die Überlegungen und speziell die öffentliche Verbreitung mindestens unglücklich, da sie zu einer Verunsicherung der Händler wie der Kunden führe.

Peckruhn erinnerte in diesem Zusammenhang allerdings daran, dass bereits die Konzernlenker Pischetsrieder und Winterkorn punktuell die Entwicklungssprünge der Marke mit Octavia und Superb kritisch beäugt hatten. „Aber solche strategischen Überlegungen, die für einen Konzern grundsätzlich legitim sind, gehören intern und frühzeitig mit den Betroffenen diskutiert und nicht zur Unzeit öffentlich gemacht.“

Skoda-Händlerverbandspräsident Thomas Peckruhn ist über öffentliche Gedankenspiele einer Umpositionierung von Skoda wenig begeistert.
Skoda-Händlerverbandspräsident Thomas Peckruhn ist über öffentliche Gedankenspiele einer Umpositionierung von Skoda wenig begeistert. (Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Der Skoda-Handel, der in den letzten Jahren viel und nicht zuletzt in die Aufwertung der Marke Skoda investiert hat, steht derzeit im Wettbewerb mit dem frischen Facelift des Flaggschiffs Superb, geht mit dem Kamiq in einem ganz neuen Segment auf Kundenfang und steht vor der Einführung der Elektromobilität. „Diskussionen um eine niedrigere Positionierung der Marke sind für eine Kaufentscheidung bei den entsprechenden Käufergruppen sicher nicht förderlich.“

Schließlich habe es Skoda wie kein anderes Fabrikat verstanden, sich über die Jahre höher zu positionieren und neue Markenwerte erfolgreich bei den Kunden und neuen Kundengruppen zu platzieren, erinnert Peckruhn. Aus der günstigen Marke wurde das Raumwunder-Fabrikat, aus dem „Simply clever“-Anbieter wurde der Preis-Wert-Spezialist, der spätestens seit dem Superb (2015) auch emotional sein darf.

Die bislang skizzierte Modellzukunft lässt eigentlich keinen Zweifel an der Fortsetzung dieses Kurses zu. Die neue Generation des Octavia, die Mitte November Weltpremiere feiert und im ersten Halbjahr 2020 in den Handel kommt, wird der Marke nochmals einen bedeutenden Schub geben. Und die bisherigen Studien zu Elektroautos sprechen ebenfalls für eine Aufwertung statt für eine Abwertung der Marke.

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