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E-Miglia: Die erste Rallye für Elektroautos

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Wie die ersten Autos vor 100 Jahren müssen heute die Elektromobile auf einer mehrtägigen Alpenfahrt zeigen, was sie können. Die E-Miglia, die erste Rallye nur für Elektrofahrzeuge, ist in München gestartet.

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Das Service Center des TÜV Süd in München beherbergte das Fahrerlager der E-Miglia.
Das Service Center des TÜV Süd in München beherbergte das Fahrerlager der E-Miglia.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die E-Miglia 2010, die erste reinrassige internationale Elektrorallye, rollt Richtung Alpen. Auf dem Gelände des TÜV Süd in München schickten der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Rudolf Graf von der Schulenburg, und Richard Schalber, sportlicher Leiter der „E-Miglia 2010“, am gestrigen Dienstag, pünktlich um 9 Uhr das erste Fahrzeug auf die Strecke.

Wie der verantaltende TÜV Süd am Mittwoch in München mitteilte, beteiligen sich insgesamt 25 Fahrer-Teams an der Elektrorallye, die über insgesamt 560 „anspruchsvolle“ Kilometer führt. In vier Tagesetappen wird die emissionsfreie Wettkampfflotte die Alpen überqueren und am 6. August im norditalienischen Rovereto über die Ziellinie rollen.

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Vor 100 Jahren waren die Alpenfahrten die größte Herausforderung für das noch junge Automobil. Damals ging es in erster Linie darum, anzukommen – keine leichte Aufgabe für die Autos jener Zeit. Und auch die Infrastruktur in den Alpen bot manche Herausforderung: unbefestigte Straßen, steile Berge und eine unsichere Kraftstoffversorgung. Nun könnte wieder eine Alpenfahrt den Beweis antreten, dass eine neue Antriebstechnik mittlerweile alltagstauglich und zuverlässig ist.

Der Name spielt auf die legendäre Mille-Miglia-Rallye an, die von 1927 bis 1957 in Italien stattfand. „Tausend Meilen“ wie bei diesem Vorbild müssen die E-Mobile allerdings nicht zurücklegen. Auch geht es nicht um die schnellste Zeit. Insgesamt liegen 560 Kilometer Strecke vor den Teilnehmern; die längste Tagesetappe beträgt 170 Kilometer. Die sportliche Rangfolge wird auf täglichen Sonderprüfungen ermittelt.

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Die größte Herausforderung für die Autos sind jedoch die steilen Bergauffahrten in den Alpen. Immerhin geht es auf dem Jaufenpass bis auf 2.094 Meter Seehöhe. Das zehrt an der Batterieladung. Mehrmals am Tag können die Teilnehmer deshalb mobile und ortsfeste Ladestationen anlaufen. Die Ladezeit wird nicht gewertet, um Chancengleichheit zwischen den sehr unterschiedlichen Fahrzeugen herzustellen.

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