Bremsscheiben Fraunhofer-Projekt stellt Edelstahl-Bremsscheibe für Euro 7 vor

Von Berit Klotz 1 min Lesedauer

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Die vom Fraunhofer IWU neu entwickelte Edelstahl-Bremsscheibe soll die neue EU-Emissionsnorm erfüllen. Sie ist erheblich länger haltbar als Graugussscheiben.

Das Projekt „Ufo-Brems“ wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Projektträger Jülich koordiniert.(Bild:  TU Chemnitz)
Das Projekt „Ufo-Brems“ wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und vom Projektträger Jülich koordiniert.
(Bild: TU Chemnitz)

Die Euro-7-Norm führt ab Ende 2027 für alle neu zugelassenen Pkw und Kleintransporter Grenzwerte für Feinstaub aus dem Abrieb von Reifen und Bremsen ein. Das Forschungsinstitut Fraunhofer IWU stellt nun eine Edelstahl-Bremsscheibe vor, die diese Regel problemlos unterschreiten soll. Durch den geringen Verschleiß von Edelstahl (85 Prozent Reduzierung zur jetzigen Technik), habe die Bremsscheibe eine Lebenserwartung von bis zu 300.000 Kilometern.

Wieso Edelstahl?

Die Projektpartner hätten sich wegen dessen Reibungs- und thermischen Eigenschaften für nitrierten Edelstahl entschieden. Hochpreisige Werkstoffe, wie Keramik und Karbon, kämen nur bei teureren Fahrzeugen in die engere Auswahl.

Die Bremsscheiben aus Edelstahl haben einen etwas größeren Durchmesser, sind dafür aber etwas dünner. Insgesamt werden, je nach Fahrzeug, so ca. fünf Kilogramm eingespart, teilt Fraunhofer mit. So wird Energie gespart und die ungefederte Masse reduziert.

Grauguss-Bremsscheiben seien hingegen nur auf den ersten Blick günstiger: Durch die neue Euro-7-Norm benötigt es entweder hochwertige Bremsbeläge oder einen häufigeren Tausch der Bremsscheiben generell. Ein Tausch wäre schon nach einer Laufzeit von weniger als 40.000 Kilometern möglich, je nachdem wie und wo man fährt.

Die neue Edelstahl-Bremsscheibe wurde bereits vom Fraunhofer IWU, der Professur Fahrzeugsystemdesign TU Chemnitz, der Elring-Klinger AG und der Andritz Aweba GmbH getestet. Der Test nach SAE J2522 (AK-Master) wurde erfolgreich bestanden, heißt es in einer Mitteilung.

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