EGA will Position im Markt stärken

Einkaufsgenossenschaft sucht neue Partner

29.06.2009 | Autor: Silvia Lulei

Überzeugt von der EGA: (von li.) Bernd Kaiser (Autohaus Kaiser bewegt, Nürnberg), Vorstand Thorsten Cordes, Reinhold Thalhofer (Adviser Unternehmensberatung), Vorstand Wolfram Lambeck Fotos: Lulei
Überzeugt von der EGA: (von li.) Bernd Kaiser (Autohaus Kaiser bewegt, Nürnberg), Vorstand Thorsten Cordes, Reinhold Thalhofer (Adviser Unternehmensberatung), Vorstand Wolfram Lambeck Fotos: Lulei

„Mit jedem neuen Partner stärken wir unsere Position im Markt.“ Vorstand Thorsten Cordes sieht das Wachstum als zentrales Anliegen der Einkaufsgenossenschaft Automobile, kurz EGA. 170 Händler haben sich der Genossenschaft bislang angeschlossen. Allerdings gebe es, so Cordes, noch weiße Flecken in Süddeutschland.

Das mag auch der Grund dafür gewesen sein, dass die diesjährige Jahrestagung in Nürnberg stattfand. 100 EGA-Mitglieder trafen sich dort Ende vergangener Woche.

Neben intensiver Arbeit in Erfahrungszirkeln, Vorträgen und Arbeitskreisen hatte die EGA auch den Gewinn des Gebrauchtwagen Award 2009 zu feiern. Ihn hatte die Fachzeitschrift »Gebrauchtwagen Praxis« zusammen mit der Dekra und der Santander Consumer Bank auf der AMI in Leipzig verliehen.

Prämiertes Gesamtkonzept

Die EGA erhielt den Preis für ihr Gesamtkonzept, dessen zentraler Bestandteil der Verkäuferarbeitsplatz EGA-Net ist. Von dort aus haben die Betriebe Zugriff auf den gesamten Fahrzeugbestand aller Partnerbetriebe (derzeit ca. 15.000 Autos), auf Statistik- und Controllingfunktionen, alle Marketingvorlagen sowie Einkaufsvorteile durch angeschlossene Lieferanten für Teile, Zubehör und Werkstattausrüstung. Ein Teil dieser Partnerfirmen nutzte die Gelegenheit, sich bei der Jahrestagung mit einem Stand zu präsentieren.

„Die Branche ist auf dem harten Boden der Realität gelandet“, beschreibt Cordes die Ernüchterung nach der Umweltprämie. Sowohl die Neuzulassungen als auch die Besitzumschreibungen deutschen schon wieder deutlich auf einen Abwärtstrend hin. Das Hoch dank der staatlichen Zuschüsse sei vorbei. Nun seien die Erfolgsfaktoren für 2010 gefragt.

EGA-Händler 30 Prozent über Branchenschnitt

In diesem Zusammenhang bemerkte Cordes, dass die Erträge der EGA-Händler, die sich aktiv am Erfahrungszirkel beteiligen, 30 Prozent besser seien als der Branchendurchschnitt. Bernd Kaiser, Chef des Nürnberger Autohauses Kaiser bewegt, ist überzeugter Teilnehmer des Erfa-Kreises. „Ich habe in den letzten drei Jahren mehr gelernt als in all den Jahren zuvor“, resümiert er rückblickend. Kaiser schloss sich 2006 der EGA an. Damals hatte er ein dickes Minus von 465.000 Euro in seiner Bilanz. Nur ein Jahr später hatte er ein Plus von 55.000 Euro.

Ohne konsequentes Controlling sei eine solche Kehrtwende nicht möglich, mahnte Reinhold Thalhofer von der Adviser Unternehmensberatung. Der erfahrene Coach begleitet den Erfa-Kreis sowie die Betriebsanalyse und -vergleiche innerhalb der EGA. Er rief den Händlern in der Einkaufsgenossenschaft die Kennzahlen ins Gedächtnis, die wichtig sind, um zu beurteilen, wie fit das eigene Unternehmen ist.

Thalhofer legt großen Wert auf Transparenz. Daher beinhaltet sein Betriebsvergleich auch indirekte Posten, die jedem Profitcenter zugewiesen werden. Nichts verschleiern und nichts beschönigen lautet seine Devise, denn: „Schönwetterkapitäne haben nur selten das Patent für die rauhe See.“

Sofortanalyse für Autohändler

Dass die See rauh ist, zeigten auch die Arbeitskreise Verkauf, Marketing und Service. Alle drei verdeutlichten, wie wichtig eine sorgfältige Planung ist, auf der ein Händler solide aufbauen und nach einträglichen Marktchancen Ausschau halten kann. Die EGA bietet mit dem EGA-Net sowie den Partnerfirmen die Basis dafür. Quasi als Instant-Check dient die Sofortanalyse 2009, die neu im EGA-Net ist: Mit nur zehn Kennzahlen kann ein Autohaus in wenigen Minuten herausfinden, wie gesund es ist.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 308894 / Gebrauchtwagen)

Plus-Fachartikel

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen

Werkstattkonzepte: Markenpartner durch die Hintertür

Werkstattkonzepte: Markenpartner durch die Hintertür

Werkstattkonzepte für den freien Markt gibt es nicht nur vom Teilegroßhandel, sondern auch von Autoherstellern. Besonders weit ist PSA mit seiner Kette Eurorepar Car Service. Doch andere Konzerne ziehen jetzt nach. lesen