Eiszeit zwischen Peugeot und Verbandsspitze

Autor: Christoph Baeuchle

Der Streit zwischen Peugeot und der Spitze des Händlerverbandes eskaliert. Der Importeur will nicht mehr mit der Geschäftsführung und dem Vorstand sprechen.

Firmen zum Thema

Peugeot Deutschland hat die Kommunikation zur Spitze des Peugeot-Partner-Verbands eingestellt.
Peugeot Deutschland hat die Kommunikation zur Spitze des Peugeot-Partner-Verbands eingestellt.
(Foto: Archiv)

Der Streit zwischen Peugeot Deutschland und dem Verband der Peugeot-Partner Deutschland (VPPD) eskaliert. In einem Schreiben an die Partner, das »kfz-betrieb« vorliegt, hat der Importeur mitgeteilt, dass er nicht mehr bereit sei, mit Vorstand und Geschäftsführung zu kommunizieren: „Wir werden die Sachlage nach den turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes 2019 neu bewerten.“

Ende vergangenen Jahres ist der Händlerverband nach der Mitgliederversammlung an die Öffentlichkeit gegangen und hat die schlechte Kommunikation mit dem Importeur kritisiert. Dies stieß Peugeot-Deutschland-Chef Steffen Raschig kräftig auf.

In dem Schreiben an die Händler begründete Peugeot den Schritt und warb um Verständnis. Das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit der Verbandsspitze ist demnach nicht mehr vorhanden.

„Obwohl Vertraulichkeit vereinbart wurde, ist durch den Vorstand und die Geschäftsleitung des Verbandes eine Pressemitteilung an Fachmedien versendet worden, die nach unserem Empfinden dem gemeinsamen Geschäft nicht förderlich ist“, schreibt Raschig an die Partner.

Grundsätzlich bekennt sich der Importeur zum Verband. Am Austausch mit den Händlern soll dies nichts ändern. So will der Importeur beispielsweise die Arbeitskreise weiter fortsetzen.

Die Kommunikation zu den Händlern sucht der Importeur auch außerhalb des Verbandes. Über das neue Bonussystems haben sich 69 Peugeot-Partner in einem Brief beschwert. „Mit Vertretern aus dieser Gruppe sind wir aktuell im intensiven Austausch“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Sowohl Peugeot Deutschland als auch der Peugeot-Partner-Verband bestätigten das Schreiben, wollten sich aber nicht weiter dazu äußern.

(ID:45725118)

Über den Autor

 Christoph Baeuchle

Christoph Baeuchle

Chefreporter Automobilwirtschaft & Politik/Verbände