VW ID.Polo GTI Elektrischer Rennzwerg mit 226 PS

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

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50 Jahre nach dem ersten GTI geht Volkswagen mit der Reihe den Schritt ins E-Zeitalter: Als sportlicher Kleinwagenklassiker in der Elektroauflage vereint der ID.Polo GTI sportliche Tugenden mit neuer Antriebstechnologie – und will beweisen, dass Fahrspaß auch ohne Verbrenner funktioniert.

Nach dem elektrischen ID.Polo hat Volkswagen jetzt auch die sportliche GTI-Variante vorgestellt.(Bild:  Achter – VCG)
Nach dem elektrischen ID.Polo hat Volkswagen jetzt auch die sportliche GTI-Variante vorgestellt.
(Bild: Achter – VCG)

Mit dem ID.Polo GTI präsentiert Volkswagen das erste vollelektrische Modell der legendären GTI-Baureihe. Exakt 50 Jahre nach dem Debüt des Golf GTI schlägt Volkswagen damit ein neues Kapitel auf. Noch bevor der ID.Polo als günstigstes E-Modell der Wolfsburger in den Handel kommt, legen die Niedersachsen bereits die Sportversion nach und lüften den Schleier. Der Vorverkauf startet aber erst im Herbst zu Preisen knapp unter 39.000 Euro – rund 15.000 Euro über dem Basismodell. Die Auslieferung ist zum Jahreswechsel geplant.

Wie beim ersten GTI von 1976 treibt auch im elektrischen Nachfolger die Kraft die Vorderräder an. Statt Benzin liefert nun eine 52-kWh-Batterie die Energie für den 166 kW/226 PS starken Elektromotor. Das maximale Drehmoment von 290 Newtonmetern steht dabei permanent zur Verfügung. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 6,8 Sekunden. Für Bleifüße dürfte allerdings die bei 175 km/h abgeregelte Höchstgeschwindigkeit einen Abstrich darstellen.

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Damit der ID.Polo GTI trotz E-Antrieb wie ein klassischer GTI um die Kurven flitzt, haben die VW-Ingenieure in die Trickkiste gegriffen. Herzstück ist die elektronisch geregelte Vorderachsquersperre, die serienmäßig verbaut wird. Sie verhindert, dass beim Beschleunigen aus Kurven die Räder durchdrehen und verteilt die Kraft intelligent auf das Rad mit dem besseren Grip. Das adaptive DCC-Sportfahrwerk passt die Dämpferhärte automatisch an die Fahrsituation an – für mehr Komfort auf gerader Strecke und straffere Abstimmung in Kurven. Die Progressivlenkung reagiert in der Mittelstellung eher sanft, wird aber zu den Einschlagseiten hin direkter – ideal für schnelle Spurwechsel oder enge Kurvenradien.

GTI-Performance auf Knopfdruck

Interessantes Detail ist das Fahrprofil „GTI", das per Knopfdruck am Sportlenkrad aktiviert wird. Auf einen Schlag schalten damit alle Systeme auf maximale Sportlichkeit: Die Leistungsentfaltung wird aggressiver, die Lenkung direkter, das Fahrwerk straffer. Selbst das Cockpit wechselt in eine spezielle Grafik- und Farbwelt mit roten Akzenten.

Mit der 52-kWh-Batterie verspricht VW eine WLTP-Reichweite von bis zu 424 Kilometern. An DC-Schnellladesäulen lädt der Akku mit bis zu 105 kW. Dank einer besonders konstanten Ladekurve soll der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent rund 24 Minuten dauern. Damit positioniert sich der ID.Polo GTI nicht nur als Kurzstrecken-Flitzer, sondern auch als langstreckentauglicher Sportwagen.

Überraschend praktisch zeigt sich der kleine GTI im Alltag. Der Kofferraum fasst 441 bis 1.240 Liter – ein Plus von über 25 Prozent gegenüber dem konventionellen Polo GTI. Die optional erhältliche Anhängerkupplung erlaubt bis zu 1,2 Tonnen Anhängelast. Damit lassen sich problemlos Motorradanhänger oder Fahrradträger mit zwei E-Bikes transportieren.

Mit knapp 39.000 Euro positioniert sich der ID.Polo GTI im umkämpften Segment elektrischer Kompaktsportler. Engster Wettbewerber wird der für Anfang 2027 erwartete Opel Corsa GSE mit 207 kW/281 PS. Auch der Alpine A290 sowie die Mini-Crossover Alfa Romeo Junior Veloce und Abarth 600e buhlen um sportlich orientierte E-Mobilisten. VW setzt dabei auf GTI-Tradition: roter Streifen in der Front, Wabenmuster, Sportsitze mit neu interpretiertem Karomuster und die legendären drei Buchstaben am Heck.

mit Material von dpa und sp-x

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