Erster DS-Store in Hamburg eröffnet

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Bis 2018 will DS Automobiles ein eigenes Vertriebsnetz stehen haben. Mit der Eröffnung des ersten DS-Store in Hamburg hat die PSA-Premiummarke einen Schritt in Richtung eigenes Vertriebsnetz gemacht.

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(Bild: DS)

DS Automobiles hat den ersten Store in Hamburg eröffnet. Die Premiummarke des PSA-Konzerns legt damit quasi den Grundstein für das künftige Netz. „Die Eröffnung ist ein wichtiges Signal für den Aufbau unseres eigenen Handelsnetzes. Bis Sommer 2018 wird ein Netz von rund 75 DS-Automobiles-Partnern in Deutschland angestrebt“, sagte DS-Deutschland-Chef Patrick Dinger im Rahmen der Eröffnungsfeier.

Dinger will schnell nachlegen. Weitere Eröffnungen sollen bereits in den nächsten Wochen folgen. In Berlin und Saarbrücken sind die nächsten DS-Stores geplant. Steht das Netz, könnten es bis zu zwölf Stores in Deutschland werden. Für den DS-Deutschland-Chef sind die Vorzeige-Showrooms des künftigen Netzes in jeder größeren Stadt denkbar.

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Der Showroom des Hamburger DS-Stores ist mit einer Größe von 300 Quadratmetern klein, aber fein. Hier dominiert französischer Chic an der Elbe. Dunkle, erdige Farben prägen den Raum. Helle Möbel sorgen für die nötigen Gegensätze.

Damit nicht genug: Künftig soll ein Hauch von Parfum für den richtigen Duft sorgen. DS Automobiles setzt eher auf Boutiquen als auf den traditionellen Showroom. Damit will die Marke den neuen Trends des Autokaufs gerecht werden.

Aus Händlerkreisen war zuvor bereits zu hören, dass die künftigen DS-Partner in die kleine Lösung (Salon) rund 160.000 Euro und in die große Variante (Store mit eigenem Eingang) etwa 360.000 Euro investieren müssen. DS gibt die Investitionssumme offiziell etwas geringer an. Der Hamburger Store kostete wohl mehr. „Die Investitionen lassen sich nicht genau beziffern, sie hängen stark von den Voraussetzungen beim jeweiligen Partner ab“, betont Dinger.

Am Hamburger Standort, wo die PSA-Marken insgesamt 42 Mitarbeiter beschäftigt haben, sollen sich künftig fünf Mitarbeiter – davon zwei Verkäufer – ausschließlich um DS Automobiles kümmern. Weitere sollen folgen. „In den nächsten Wochen kommt ein DS-Spezialist für die Serviceannahme hinzu“, berichtet Filialleiter Bülent Ülgen.

Das neue Schmuckkästchen in Hamburg soll nicht nur Kunden zum Kauf eines neuen Fahrzeuges bringen, sondern auch künftige Partner zum Investieren. Doch viele Händler sind bislang eher skeptisch, nicht zuletzt aufgrund der Absatzentwicklung der Marke. Seit 2012, als DS das einzige Mal in Deutschland fünfstellige Zulassungszahlen erreichte, gingen die Verkäufe stetig zurück. 2015 waren es rund 5.500. Mit einem Rückgang von rund 20 Prozent sind es im laufenden Jahr nochmals deutlich weniger.

Dass es so nicht weitergeht, ist für PSA-Deutschland-Chef Albéric Chopelin klar. „Die Premiummärkte entwickeln sich in allen Segmenten stark.“ Da wollen die Franzosen teilhaben. „Bis 2019 steigt der Absatz auf 13.000 bis 15.000 Einheiten.“

Dies ist ohne neue Modelle nicht zu schaffen. Bislang können die Kunden lediglich zwischen DS3, DS4 und DS5 wählen. Wie die anderen PSA-Marken setzt auch DS auf den allgemeinen SUV-Trend: Ein entsprechendes Modell soll bereits Ende nächsten Jahres kommen, sodass die Marke durchstarten kann.

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