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FCA profitiert von starkem Nordamerika-Geschäft

| Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Fiat Chrysler hat das vierte Quartal mit einem Umsatz von fast 30 Milliarden Euro abgeschlossen. Der europäische Markt schwächelt zwar weiterhin, doch der Konzern kann sich auf seine Kunden in den USA und Lateinamerika verlassen.

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FCA, Turin
FCA, Turin
(Foto: FCA)

Der italienisch-amerikanische Autobauer kann trotz der mauen Autokonjunktur auf seine gut laufenden Geschäfte in Nordamerika zählen, denn im vierten Quartal verdiente der Konzern auch dank klar gestiegener Verkäufe auf seinem wichtigsten Markt deutlich mehr. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 1,58 Milliarden Euro zu Buche und damit ein Plus von 35 Prozent zum Schlussquartal des Vorjahres, wie Fiat Chrysler am Donnerstag mitteilte. Am Kapitalmarkt kam dies gut an. Die Aktie von Fiat Chrysler stieg am Mittag in Mailand um rund 3,5 Prozent.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) kletterte um rund 16 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 7,1 Prozent. Der Umsatz legte konzernweit leicht um 1 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro zu.

Anhaltende Schwäche der Automärkte spürbar

Dank dieser Entwicklung machte der Konzern im Schlussquartal noch Boden gut. Denn auf das Gesamtjahr gesehen bekam Fiat Chrysler die anhaltende Schwäche der Automärkte zu spüren. Während die Erlöse um 2 Prozent auf 108,2 Milliarden Euro zurückgingen, brach der Überschuss um rund ein Fünftel auf 2,7 Milliarden Euro ein.

Gestiegene Absatzzahlen in Nord- und auch in Lateinamerika machten Rückgänge im weiter schwächelnden europäischen Markt, in der Asien-Pazifik-Region und beim Luxusautobauer Maserati weitgehend wett. Die hohe Nachfrage nach schweren und teureren Fahrzeugen der Fiat-Chrysler-Marken spielte dem Konzern in die Karten. Im Schlussquartal profitierte der Hersteller von seiner hohen Profitabilität in Nordamerika.

2019 „historisches Jahr“

Fiat-Chrysler-Chef Mike Manley zeigte sich ungeachtet dessen zufrieden und bezeichnete 2019 als ein „historisches Jahr“. Im Herbst hatte Fiat Chrysler seine Fusionspläne mit dem französischen PSA-Konzern öffentlich gemacht, zu dem unter anderem auch Opel gehört. Durch den Zusammenschluss soll der weltweit viertgrößte Autobauer entstehen. Fiat Chrysler will jährliche Synergien von 3,7 Milliarden Euro erzielen, wie der Konzern nun bestätigte. Abgeschlossen werden soll der Deal Ende 2020 oder Anfang 2021, hieß es.

Für das laufende Jahr 2020 bestätigte der Konzern seine bereits bekannten Ziele. Demnach soll das bereinigte operative Ergebnis mehr als 7 Milliarden Euro betragen, nach 6,7 Milliarden 2019. Damit liegt der Konzern deutlich über den Erwartungen der Analysten. Der Mittelzufluss aus dem operativen Geschäft soll sich 2020 auf mehr als 2 Milliarden Euro belaufen – im Vorjahr bezifferte er sich auf 2,1 Milliarden Euro.

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