Fehlende Werkstattauslastung dämpft die Stimmung

Branchenindex April 2019

| Autor: Jakob Schreiner

Der große Aufschwung im Werkstattgeschäft ist im vergangenen Monat ausgeblieben, sodass einige Hebebühnen in den Kfz-Betrieben leer geblieben sein dürften.
Der große Aufschwung im Werkstattgeschäft ist im vergangenen Monat ausgeblieben, sodass einige Hebebühnen in den Kfz-Betrieben leer geblieben sein dürften. (Bild: Holz/»kfz-betrieb«)

Die vergleichsweise niedrige Werkstattauslastung drückt auf die Stimmung im deutschen Kfz-Gewerbe. Im aktuellen Befragungszeitraum lag die Auslastung in den freien Werkstätten bei 72,8 Prozent und in den Markenbetrieben bei 79,5 Prozent, wie die aktuelle Branchenindexbefragung der Redaktion »kfz-betrieb« und der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergab. Im Vorjahreszeitraum war die Auslastung mit 80,1 bzw. 86,7 Prozent deutlich höher.

Der ausbleibende Aufschwung, den Unternehmer bereits in der letzten Befragung prognostizierten, bestätigt sich damit. Das dürfte einer der Hauptgründe sein, warum die Stimmung bei den freien Servicebetrieben nun bereits im fünften Monat in Folge knapp unter der 100er-Marke („befriedigender“ Durchschnittswert) verharren. Unter den markenabhängigen Betrieben stieg die Stimmung in diesem Zeitraum zwar kontinuierlich an – kommt mit 85 Punkten im Dezember aber auch von einem absoluten Tiefpunkt.

Die Zufriedenheit hatte im Januar und Februar deutlich zugelegt, verlor aber in den vergangenen zwei Monaten wieder an Fahrt. Noch vor einem Jahr waren die Zufriedenheitswerte der Unternehmer – egal ob frei oder markengebunden – mit 107 und 115 deutlich höher. Die Entwicklung reicht demnach also nicht für einen Höhenflug – sorgt aber zumindest nicht für eine wirklich schlechte Stimmung.

38 Prozent der freien Betriebe und 32 Prozent der Markenhändler rechnen im kommenden Monat mit höheren Werkstattumsätzen, 44 bzw. 56 Prozent zumindest mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. Über die Hälfte freien Servicebetriebe (62 %) und der Markenbetriebe (57 %) bewerten ihre eigene wirtschaftliche Situation als „sehr gut“ oder „gut“. 39 Prozent bzw. 31 Prozent immerhin noch als „mittelmäßig“. Nur geringe Teile beider Befragungsgruppen bewerten die eigene Situation als „schlecht“.

In Zusammenarbeit mit der Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe untersucht »kfz-betrieb« die Stimmungen, Einschätzungen und Tendenzen in der Branche. Neben ihren allgemeinen wirtschaftlichen Erwartungen nehmen die Betriebsinhaber zudem Stellung zu aktuellen Entwicklungen im Kfz-Gewerbe.

Frühere Ergebnisse der monatlichen Branchenindexbefragung finden Sie im Online-Archiv.

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