Viele dieser Systeme findet man auch beim einen oder anderen Konkurrenten. Doch so geballt gibt es sie bei kaum einem anderen Modell. Und eines hat Ford in dieser Klasse ganz exklusiv. Denn der Kuga ist das einzige SUV, bei dem man die Heckklappe mit einem Fußtritt öffnet und schließt: Wer voll bepackt hinter dem Wagen steht, muss lediglich sein Bein unter dem Stoßfänger schwenken, schon schwingt die große Klappe wie von Zauberhand elektrisch auf und beim nächsten Schwenk auch wieder zu.
Diesel und Ecoboost-Benziner
Dahinter öffnet sich ein Laderaum, der durch die um acht Zentimeter gestreckte Karosse spürbar gewachsen ist. Weil man jetzt zudem die Neigung der Rücklehne variieren kann, fasst der Kuga schon bei voller Bestuhlung zwischen 438 und 481 Liter, von denen ein Teil durch den variablen Ladeboden abgetrennt ist. Legt man die Rücksitze um, gibt es eine ebene Fläche, auf der man bis zu 1.653 Liter Ladung stapeln kann.
In Fahrt bringen den Kuga ein bekannter, lediglich optimierter Diesel sowie ein neuer Ecoboost-Benziner. Beide Motoren werden in zwei Leistungsstufen angeboten, wobei es die jeweils schwächere Version auch als Fronttriebler gibt. Geschaltet wird von Hand mit sechs Gängen, mit einer optionalen Automatik beim Benziner oder beim Diesel auf Wunsch auch mit einer Doppelkupplung. Start-Stopp allerdings gibt es nur für den schwächeren Benziner mit Frontantrieb, der dann lediglich 6,6 Liter verbraucht und deshalb 26 Prozent sparsamer ist als der Vorgänger. Bei den Dieseln beginnt die Tabelle mit 5,3 Litern, was einem Verbrauchsvorteil von zehn Prozent entspricht.
Auch in China und den USA
Der Ecoboost-Motor holt aus seinen 1,6 Litern Hubraum wahlweise 110 kW/150 PS oder 134 kW/182 PS und erreicht in beiden Varianten ein maximales Drehmoment von 240 Nm. Damit schafft er den Standardsprint in 9,7 Sekunden und kommt maximal auf bis zu 200 km/h. Für den zwei Liter großen Diesel weist Ford 103 kW/140 oder 120 kW/163 PS und 320 bzw. 340 Nm aus. Damit gelingt der Spurt auf Tempo 100 bestenfalls in 9,9 Sekunden und Schluss ist spätestens bei 198 km/h.
Die Chancen stehen gut, dass der Kuga in Europa ordentlich punktet. Aber selbst wenn die Kölner auf dem alten Kontinent das Niveau der letzten Jahre auch nur halten sollten, sind dramatisch steigende Absatzzahlen garantiert: Weil der Kuga diesmal nicht nur in Valencia, sondern auch in Kentucky für Nordamerika und in Chongqing für China und weite Teile Asiens gebaut wird, wird er für die rund 300.000 Exemplare der ersten Generation nicht mehr fünf Jahre, sondern wahrscheinlich gerade mal fünf Monate brauchen.
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