Fuchs Petrolub will weiter wachsen

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Für das Mannheimer Unternehmen, das auch der Kfz-Branche eng verbunden ist, soll das laufende Jahr weiteres Wachstum bringen. Das Automobilgeschäft bleibt dabei eine tragende Umsatzsäule.

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Fuchs Petrolub setzt auf weiteres Wachstum.
Fuchs Petrolub setzt auf weiteres Wachstum.
(Foto: Fuchs)

Der Schmierstoff-Hersteller Fuchs Petrolub rechnet nach einem Umsatz- und Gewinnplus im vergangenen Jahr mit weiteren Zuwächsen. Der im M-Dax notierte Konzern peilt 2017 zwischen 4 und 6 Prozent mehr Umsatz an, wie er Dienstag in Mannheim mitteilte. Dazu beitragen sollen alle Regionen, aber auch Preiserhöhungen und ein verbesserter Produktmix. Mögliche Übernahmen seien noch nicht mit eingerechnet. Beim operativen Ergebnis (Ebit) rechnen die Mannheimer mit einem Wachstum zwischen 1 und 5 Prozent. Für Übernahmen werde der Konzern etwa 200 Millionen Euro freie Mittel übrig haben.

2016 kletterten die Erlöse um 9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 8 Prozent auf 371 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 260 Millionen Euro an Gewinn übrig, 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende soll um 9 Prozent auf 89 Cent je Vorzugs- und 88 Cent je Stammaktie erhöht werden.

Kräftige Zuwächse verzeichnete Fuchs im vergangenen Jahr vor allem in Europa. Neben den Zukäufen profitierte der Schmierstoff-Hersteller auch von besseren Geschäften im Heimatmarkt Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa. Schwächer entwickelten sich dagegen die Geschäfte in Großbritannien, laut Fuchs eine Folge der Brexit-Entscheidung. Während das Unternehmen in der Region Asien-Pazifik vor allem in China, Indien und Südafrika mehr umsetzte, belastete in Nordamerika eine weiterhin schwache Nachfrage der Bergbau-, Öl-, Gas- und Stahlindustrie.

Fuchs hatte 2015 ein großes Investitionsprogramm gestartet. In dem Zeitraum 2016 bis 2018 will Fuchs Petrolub in den Aus- und Neubau von Werken 300 Millionen Euro stecken. Für den Schmierstoffhersteller ist vor allem die Autoindustrie ein interessanter Absatzmarkt, mit der das Unternehmen rund 30 Prozent des Konzernumsatzes macht.

Alleine in einem Auto befinden sich laut früheren Aussagen von Unternehmenschef Stefan Fuchs 30 verschiedene Fette, etwa für die Sitzeinstellung, das elektrische Schiebedach, die Bremsen und Airbags.

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