gesponsertGeely Gekommen, um erfolgreichster China-Importeur zu werden

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Seit einem halben Jahr ist der chinesische Hersteller in Deutschland aktiv. 60 Partner hat Geely bereits, rund 150 sollen es werden. Bewerbungen von Händlern, die eine langfristige Partnerschaft anstreben, sind willkommen.

Rund 50.000 Euro müssen die Händler investieren, um die Mindeststandards von Geely zu erfüllen.(Bild:  Geely)
Rund 50.000 Euro müssen die Händler investieren, um die Mindeststandards von Geely zu erfüllen.
(Bild: Geely)

Das chinesische Straßenbild prägen die Modelle der Geely Auto Group schon lange. So zählt beispielsweise das China-Pendant des Geely E2 in seinem Heimatmarkt zu den volumenstärksten Kleinwagen. Global hat der chinesische Hersteller, der neben seiner Kernmarke Geely auch die Fabrikate Zeekr und Lynk & Co. unter seinem Dach führt, im vergangenen Jahr erstmals drei Millionen Neuzulassungen geknackt. In diesem Jahr peilt allein die Volumenmarke Geely ein Absatzziel von 2,75 Millionen Einheiten an.

Europa spielt in Geelys Wachstumsstrategie dabei eine Schlüsselrolle. Künftig will der chinesische Hersteller immerhin ein Drittel seines Geschäfts außerhalb von China machen, zwei Drittel davon in Europa. „Deutschland ist für Geely einer der wichtigsten Märkte in Europa. Unser Ziel ist es, langfristiges Vertrauen aufzubauen – mit innovativen Produkten, hoher Qualität, starken Handelspartnern und einem kundenorientierten Vertriebs- und Servicekonzept. Wir kommen nicht mit einer kurzfristigen Perspektive, sondern mit dem klaren Anspruch, uns nachhaltig als relevanter Akteur im deutschen Automobilmarkt zu etablieren“, unterstreicht Zack Zhang, Managing Director bei Geely Auto Deutschland und Chief Product Officer Geely Auto Europe.

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Geely will nicht eine weitere neue Chinamarke sein, die ihre Fühler in Deutschland ausstreckt. Erklärtes Ziel von Philipp Hempel, Executive Director von Geely Auto Deutschland, ist es vielmehr, der erfolgreichste chinesische Importeur in Deutschland zu werden, und moderne Mobilität mehr Menschen zugänglich zu machen. Die Strategie: ein breites Modellportfolio mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, das sämtliche volumenrelevanten Segmente umfasst, eine flächendeckende Präsenz im Markt, langfristige, von Vertrauen geprägte Händlerpartnerschaften, ein starker Fokus auf das Servicegeschäft und eine hohe Effizienz durch klare Strukturen.

Autohaus Mäke: „Gelebte Partnerschaft“

Das familiengeführte VW-Autohaus Mäke mit Hauptsitz im sächsischen Brand-Erbisdorf ist seit Anfang August 2026 an seinem zweiten Standort in Waldheim Geely-Händler. Dort verkauft es die Chinamarke exklusiv. Geschäftsführerin Patricia Mäke und Betriebsleiter Michael Eismann waren gleich zwei Mal nach China gereist, um sicherzustellen, sich für das richtige Fabrikat zu entscheiden. „Geely hat uns überzeugt, weil es ein großer, in China sehr bekannter Volumenhersteller ist, der in allen relevanten Fahrzeugsegmenten bezahlbare Mobilität in ordentlicher Qualität bietet, und der eine langfristig angelegte Europastrategie verfolgt“, schildert Eismann. Seit dem Vertriebsstart herrscht dem Betriebsleiter zufolge eine regelrechte Goldgräberstimmung: Wöchentlich erhält das Autohaus über 100 Leads. Nur wenige Wochen nach dem Verkaufsstart hat es schon 40 Neuwagen verkauft, fast ausschließlich an Neukunden. „Als wir die Geely-Modelle auf einem Stadtfest präsentiert haben, standen die Interessenten Schlange, um einen Blick in den Innenraum werfen zu können“, erzählt Eismann. Lobend äußert er sich auch zur Partnerschaft mit Geely Deutschland. Gerade einmal zwei Wochen nach der Vertragsunterzeichnung seien die ersten Fahrzeuge auf dem Hof gestanden: „Auch wenn noch nicht alle IT-Systeme und Prozesse komplett rund laufen, ist die Reaktionsgeschwindigkeit auf Anfragen wirklich beeindruckend. Das Geely-Team hat den China-Speed nach Deutschland übertragen. Entscheidungen werden sofort getroffen“, lobt Michael Eismann, und fügt hinzu: „Partnerschaft ist bei Geely nicht nur ein Wort im Vertrag. Sie wird wirklich gelebt.“

Deutschlandzentrale in Raunheim

Das Tempo, das Geely vorlegt, um sein ehrgeiziges Ziel zu erreichen, ist beeindruckend – zugleich ist jeder Schritt wohl überlegt. Von Schnellschüssen und Volumen um jeden Preis hält der chinesische Hersteller wenig. So hatte Geely auch seinen deutschen Marktstart akribisch vorbereitet. Bereits vor sieben Jahren hatte der Hersteller in Raunheim ein modernes Bürogebäude bezogen und dieses als Entwicklungs-Center mit einem Fokus auf Premium-Elektroautos genutzt, ganz bewusst ohne als Marke öffentlich in Erscheinung zu treten.

Im Juni dieses Jahres hat Geely in eben jenem Bürogebäude seinen offiziellen Marktstart in Deutschland gefeiert. Den Zeitpunkt, mit der Marke Geely gerade jetzt auf den deutschen Markt zu kommen, bezeichnet Philipp Hempel als ideal. Zu der Offenheit der Deutschen für Chinamarken gesellt sich das rapide gestiegene Interesse an Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Diese sogenannten „New Energy Vehicles“ spielen im Portfolio des chinesischen Herstellers eine zentrale Rolle.

Wenige Monate nach dem Markteintritt hat sich bei Geely enorm viel bewegt. Allen voran beim Aufbau des Händlernetzes. Ein halbes Jahr nach der Eröffnung des ersten deutschen Geely-Autohauses, das von der Aachener Kohl-Gruppe betrieben wird, zählt Geely bereits über 50 aktive Partner. In Summe wurden über 70 Händlervereinbarungen unterzeichnet. Die neuen Partner sollen nun schrittweise in aktive Vertriebs- und Servicestandorte überführt werden. Zu den Händlern, die sich für eine Partnerschaft mit Geely entschieden haben, zählen namhafte Autohäuser wie die Hahn-Gruppe, die Ebber-Gruppe, Car Avenue, das Autohaus Geisser, die Krüll-Gruppe, AVP Autoland, die Starke-Gruppe oder das Autohaus Ulmen.

Willkommene Diversität im Händlernetz

Bereits jetzt ist damit klar: Das ursprünglich anvisierte Ziel, bis Ende 2026 auf mindestens 50 Vertriebsstandorte in Deutschland zu wachsen, die alle auch einen Servicevertrag haben, wird Geely übertreffen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Geely bei den deutschen Händlern auf so großes Interesse stößt. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Ansatz und unserem Angebot den richtigen Ton treffen und eine attraktive Perspektive für unsere Handelspartner bieten“, unterstreicht Philipp Hempel, der in seiner Position den Vertrieb sowie den Ausbau des Händlernetzes verantwortet.

Anfragen interessierter Händler sind weiter willkommen – egal ob kleines Familienunternehmen oder Mehrmarken-Autohausgruppe. Bis Ende 2027 peilt Philipp Hempel mit deutschlandweit rund 150 Standorten eine flächendeckende Präsenz in Deutschland an.

Die Voraussetzungen für einen Vertriebs- und Servicevertrag hat Geely bewusst überschaubar gehalten. Gefordert werden:

  • ein Showroom mit mindestens 200 Quadratmetern und baulicher Sichttrennung zu anderen Marken
  • eine Marken- & LED-Wand
  • ein Verkäufer
  • zwei Hebebühnen
  • zwei Kfz-Mechatroniker
  • ein Mitarbeiter für Ersatzteile

Vorgaben für Fliesen oder spezielle Möbel macht Geely nicht. Die CI-Standards beschränken sich aktuell lediglich auf ein Fassadenband, Logo und ein Pylon. Die erforderliche Mindestinvestition liegt bei rund 50.000 Euro.

Ersatzteillager in Deutschland geplant

Bewusst einen starken Fokus legt Geely von Beginn an auch auf die Ersatzteilversorgung: Die Belieferung erfolgt zunächst über das Geely-Zentrallager in den Niederlanden, nächstes Jahr soll zusätzlich ein Ersatzteillager in Deutschland eröffnet werden.

Im Vertrieb versteht sich Geely als Einstiegs- und Volumenmarke – mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie hoher Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit als Markenkern. Zum deutschen Marktstart war Geely mit zwei SUVs, dem vollelektrischen Geely E5 und dem Plug-in-Hybriden Geely Starray EM-i, ins Rennen gegangen. Im September hat sich mit dem vollelektrischen Kleinwagen Geely E2 ein drittes Modell mit viel Volumenpotenzial dazugesellt. Mit dem Monjaro, der auf der Paris Motor Show seine Europapremiere feiert, wird ein viertes Plug-in-Hybrid-Modell im D-Segment folgen. Bis 2028 soll das Portfolio in Deutschland auf zwölf elektrifizierte Modelle im B-, C-, D- und E-Segment anwachsen: Neben einem Kleinwagen wird es künftig SUVs, Sedans, Vans, Limousinen und einen Geländewagen geben. Zwei elektrische Geely-SUVs werden dabei im Rahmen eines Joint Ventures mit Ford künftig in Valencia vom Band rollen. Damit wird Geely in Deutschland in allen volumenrelevanten Segmenten mit mindestens einem Modell im Angebot haben, mit einem gefälligen Design, einer großzügigen Serienausstattung, einer hochwertigen Qualität und einem sehr hohen Sicherheitsstandard. Das Geely Safety Center im chinesischen Ningbo gilt als das weltweit größte und fortschrittlichste Testzentrum für Fahrzeugsicherheit.

Dank der starken europäischen Verankerung von Geely sind die Modelle auf die Anforderungen und Vorlieben der europäischen Kunden zugeschnitten – vom Fahrwerk über die Sicherheit bis zur Konnektivität. Zu Designcentern in Mailand und Göteborg gesellen sich Forschungs- und Entwicklungsstandorte in Raunheim, Göteborg und Coventry. Die Entwicklungszyklen sind dank des riesigen Konzernbaukastens der Geely Holding extrem kurz. Der Hersteller kann somit sehr schnell auch auf veränderte Kundenwünsche reagieren.

Um den Käufern Bedenken vor der Elektromobilität zu nehmen, bietet Geely seine Modelle mit einer Garantie von acht Jahren beziehungsweise 200.000 Kilometern an. Diese umfasst neben dem Fahrzeug auch die Hochvoltbatterie.

Mit Consors Finanz hat der Raunheimer Importeur zudem einen namhaften Finanzierungspartner gewonnen, der Händlerfinanzierung, Leasing sowie Finanzierungs- und Versicherungslösungen für Privat- und Gewerbekunden abdeckt.

Wir sind keine Beistellmarke

Geely-Deutschlandchef Philipp Hempel schildert, wo es aktuell noch weiße Flecken im Händlernetz gibt, worauf er bei einer Partnerschaft Wert legt, und welche Vertriebserwartungen er hat.

Geely ist vor einem halben Jahr in Deutschland an den Start gegangen. Wie schreitet der Aufbau des Händlernetzes voran?

Philipp Hempel: Wir sind positiv überrascht. Wir hatten uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Wir wollten bis Ende dieses Jahres 50 Händler gewinnen. Tatsächlich haben wir diese Zielmarke bereits Ende September erreicht. Und da es bereits eine ganze Reihe an Bewerbungen gibt und wir zahlreiche Gespräche mit interessierten Händlern führen, wird unser Vertriebs- und Servicenetz in den kommenden Monaten weiterwachsen. Alles in allem freut es uns sehr, dass die Händler so offen sind für unsere Marke. Wir haben offenbar den richtigen Ton und die richtige Mischung bei den Standards gefunden. Aktuell statten wir die ersten Händler mit unserer CI aus.

Wo haben Sie aktuell noch größere weiße Flecken im Händlernetz?

Wir sind weiterhin bundesweit auf der Suche nach neuen Handelspartnern. Aktuell liegt unser besonderer Fokus jedoch auf Norddeutschland, insbesondere Niedersachsen, sowie auf Baden-Württemberg.

Worauf legen Sie bei Handelspartnerschaften besonderen Wert?

Auf die Widmung – uns ist es sehr wichtig, dass der Partner und auch die Autohaus-Mannschaft Lust auf Geely hat. Wir sind keine Beistellmarke. Wir fordern im Positiven viel Aufmerksamkeit.

Die Mindestinvestition für einen Geely-Händlervertrag liegt aktuell bei überschaubaren 50.000 Euro. Müssen die Händler künftig mit deutlich kostenintensiveren Standards rechnen?

Wir achten strikt darauf, unsere Standards so anzupassen, dass ein Händler in seinem Gebiet profitabel agieren kann. Vor allem wenn man an die Showroomgröße denkt, gibt es große Unterschiede zwischen großen Autohäusern in Metromärkten und kleinen Betrieben in ländlichen Regionen.

Wie viele Neuzulassungen haben Sie sich für dieses Jahr auf die Vertriebsfahne geschrieben?

In diesem Jahr planen wir, mindestens 5.000 Autos in Deutschland zu verkaufen. Mir ist kein anderer Hersteller bekannt, dem es so schnell gelungen ist, diese Marke zu knacken. Wir haben ein tolles Team im Haus, das genau weiß, was es tut – das spiegelt sich auch in der hohen Abschlussquote bei den Händlerverträgen wider.

Und welches Volumen streben Sie perspektivisch in Deutschland an?

Diese Frage ist sechs Monate nach dem Marktstart noch schwer zu beantworten: Ich würde einen Zielkorridor von 30.000 bis 35.000 Fahrzeugen nennen in den nächsten ein bis zwei Jahren.

MOHAG: „Neukunden gewonnen“

Die Autohausgruppe MOHAG, die die Marken Ford, Volvo und Kia vertreibt, hat im August einen Geely-Händlervertrag unterzeichnet. Bereits Anfang September standen die ersten Fahrzeuge in Gelsenkirchen auf dem Hof. Im Oktober eröffnen in Recklinghausen und Essen zwei weitere Geely-Standorte. Geschäftsführer Dennis Wellner sieht die Chinamarke als perfekte Ergänzung: „Als langjähriger Volvo-Händler war es naheliegend, sich für eine Konzernmarke zu entscheiden. Wir wollten unser Portfolio bewusst um ein Fabrikat ergänzen, dass bezahlbare Mobilität bietet und das im Service auch gewisse Synergien bietet. Zudem sind wir zuversichtlich, dass Geely aufgrund seiner Größe langfristig in Europa bleiben wird.“ Die ersten Erfahrungen stimmen Wellner zuversichtlich. In knapp drei Wochen hat die MOHAG bereits knapp 20 Fahrzeuge verkauft – ohne selbst für die Marke zu werben. „Erfreulich ist, dass es ausnahmslos Neukunden sind. Ein Großteil wurden durch die Kaufprämie angezogen“, freut sich Dennis Wellner. Lobend äußert sich der Geschäftsführer auch zur Zusammenarbeit mit Geely Deutschland: „Man merkt zwar an der einen oder anderen Stelle, dass der Importeur noch recht jung ist, aber die handelnden Personen bringen viel Handelserfahrung mit, die Kommunikation erfolgt auf Augenhöhe, die Anforderungen sind nicht abgehoben und die Reaktionszeiten sind sehr kurz.“

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