Jahresforum Gemeinsam lachen – auch bei ernsten Themen

Von Holger Zietz 3 min Lesedauer

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Zum Jahresforum der Kfz-Innung Unterfranken reisten rund 500 Gäste in Veitshöchheim an und erlebten spannende Vorträge zu Rhetorik und IT-Sicherheit sowie ein gelungenes Unterhaltungsprogramm.

Volle Bühne: (v. l.) Michael Frank (Geschäftsführer Innung Unterfranken), Uwe Schmidt (Innung Region Sachsen-West/Chemnitz), Michael Schneider und Thorsten Krämer (beide ZDK-Vizepräsidenten), Michael Bissert (Präsident der HWK für Unterfranken), Mirko Denzer (Innung Unterfranken), Martina Fuss (Innung Unterfranken), Thomas Peckruhn (ZDK-Präsident), Johannes Bader (Obermeister der Innung Müchen und Oberbayern),  Conny Beständig (stellv. OM Innung Unterfranken), Karl Diem (Innung Unterfranken) und Roland Hoier (Obermeister der Innung Unterfranken). (Bild:  Zietz VCG)
Volle Bühne: (v. l.) Michael Frank (Geschäftsführer Innung Unterfranken), Uwe Schmidt (Innung Region Sachsen-West/Chemnitz), Michael Schneider und Thorsten Krämer (beide ZDK-Vizepräsidenten), Michael Bissert (Präsident der HWK für Unterfranken), Mirko Denzer (Innung Unterfranken), Martina Fuss (Innung Unterfranken), Thomas Peckruhn (ZDK-Präsident), Johannes Bader (Obermeister der Innung Müchen und Oberbayern), Conny Beständig (stellv. OM Innung Unterfranken), Karl Diem (Innung Unterfranken) und Roland Hoier (Obermeister der Innung Unterfranken).
(Bild: Zietz VCG)

Mehr als 500 Gäste kamen zum Jahresforum der Kfz-Innung Unterfranken in die Mainfranken-Säle nach Veitshöchheim. Was vor zehn Jahren als neues Veranstaltungsformat gestartet ist, hat sich längst zu einem festen Treffpunkt der Branche im Herbst entwickelt. Das Erfolgsrezept: fachliche Impulse, prominente Referenten und vor allem ein Abend, bei dem die Gemeinschaft im Mittelpunkt steht.

Obermeister Roland Hoier erinnerte in seiner Begrüßung an das besondere Motto des Forums: keine langen Branchenvorträge, sondern gemeinsam lachen, Spaß haben und einen unterhaltsamen Abend erleben. Dass dieses Konzept funktioniert, zeigte auch die große Resonanz in diesem Jahr.

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Besonderen Besuch erhielt die Innung aus Bonn. Das Präsidium des Zentralverbands des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) war geschlossen nach Veitshöchheim gekommen. Präsident Thomas Peckruhn sowie die Vizepräsidenten Torsten Krämer und Michael Schneider nahmen am Jahresforum teil und reihten sich damit in die Gästeschar aus dem unterfränkischen Kfz-Gewerbe ein.

Eine gute Ansprache braucht eine klare Dramaturgie

Für einen der Höhepunkte auf der Bühne sorgte René Borbonus, einer der renommiertesten Rhetoriktrainer Deutschlands. Seine Botschaft: Gute Rhetorik darf nicht nur erfolgreich sein – sie soll vor allem auch Spaß machen.

Entscheidend für einen gelungenen Auftritt sei die Disziplin, machte Borbonus deutlich. Gleichzeitig müsse eine Ansprache so gestaltet sein, dass die Zuhörer ihr gerne folgen. Eine gute Geschichte, eine klare Dramaturgie und die passende Atmosphäre im Raum seien wichtige Voraussetzungen. Erst daraus entstehe die Stimmung, die ein Publikum selbst mitgestalte.

Besondere Aufmerksamkeit widmete Borbonus dem Ende eines Vortrags. Der letzte Satz bleibt hängen, betonte der Rhetoriktrainer. Deshalb sei der klassische Abschluss „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“ nicht unbedingt die beste Wahl. Stattdessen sollte der letzte Satz eine Botschaft aufgreifen, die zum Vortrag passt und beim Publikum nachwirkt.

IT-Vortrag mit ernster Botschaft

Dass auch ein auf den ersten Blick trockenes Thema unterhaltsam präsentiert werden kann, zeigte Tobias Schrödel. Der IT-Sicherheitsexperte nahm die Besucher mit in die Welt der Cyberkriminalität und des Darknets – und sorgte dabei immer wieder für Lacher. Doch hinter der Unterhaltung steckte eine ernste Botschaft: Die IT-Sicherheit ist längst eine zentrale Herausforderung für jedes Unternehmen.

Das beginnt bei scheinbar einfachen Dingen wie Passwörtern. Zwar sei bekannt, dass unterschiedliche und sichere Passwörter verwendet werden sollten. In der Praxis nutzten viele Menschen dennoch dasselbe Passwort für mehrere Zugänge – schlicht, weil es bequemer ist. Wird ein solches Passwort kompromittiert, können gleich mehrere Anwendungen und Systeme gefährdet sein. „Ihre Kunden möchten, dass die Daten bei Ihnen sicher sind“, stellte Schrödel klar.

Auch eine regelmäßige Datensicherung bietet dabei keinen vollständigen Schutz. Werden Unternehmensdaten durch einen Cyberangriff verschlüsselt und anschließend Lösegeld gefordert, können die Folgen weit über den eigentlichen Ausfall der IT hinausgehen. Werden Daten gestohlen und anschließend veröffentlicht, verspielen Unternehmen das Vertrauen ihrer Kunden und beschädigen das eigene Image.

Schrödels Empfehlungen waren entsprechend pragmatisch: sichere, unterschiedliche Passwörter verwenden, Daten regelmäßig sichern und beim Öffnen von Dateianhängen besonders aufmerksam sein.

Jahresforum bietet seit zehn Jahren beste Unterhaltung

Das Jahresforum der Innung Unterfranken ist inzwischen weit mehr als eine einzelne Abendveranstaltung. In seinen zehn Jahren Bestehen hat es sich zu einem traditionellen Treffen der Branche entwickelt – mit hochkarätigen Referenten, viel Unterhaltung und ausreichend Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

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Nur einmal musste das Forum pausieren: Während der Corona-Zeit fiel die Veranstaltung aus. Deshalb wird das eigentliche zehnjährige Jubiläum erst im kommenden Jahr gefeiert. Am 30. September 2027 soll es so weit sein – selbstverständlich wieder in den Mainfranken-Sälen in Veitshöchheim.

Dann dürfte erneut gelten, was Obermeister Roland Hoier seinen Gästen in diesem Jahr mit auf den Weg gab: Branche treffen, gemeinsam lachen und einen Abend lang auch einmal Abstand vom Tagesgeschäft gewinnen.

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