Auch in diesem Jahr werden die Autohersteller die Hallen des Genfer Palexpo-Geländes nicht komplett füllen. Zahlreiche namhafte Marken fehlen auf dem Autosalon. Diejenigen, die auf der Messe vertreten sind, zeigen allerdings durchaus interessante Premieren.
Der Genfer Salon findet von 5. bis 15. März 2020 statt.
(Bild: GIMS)
Der Genfer Automobil-Salon hat - wie andere große Automessen auch - mit schwindendem Interesse von Ausstellern und Besuchern zu kämpfen. Und so verwundert es nicht, dass bei der inzwischen 90. Auflage der Branchenschau (5. bis 15. März) inzwischen einige Lücken auf der Ausstellerliste klaffen.
Die größte Überraschung: Der PSA-Konzern hat sich fast komplett zurückgezogen. Opel fehlte schon im vergangenen Jahr. In diesem Jahr sind auch Citroën und Peugeot nicht in Genf vertreten. Einzig DS hält die Fahne des französischen Konzerns in diesem Jahr hoch – nachdem die PSA-Edelmarke im vergangenen Jahr noch auf einen Messestand verzichtet hatte.
Wie schon 2019 fehlen auch in diesem Jahr zudem Ford, Volvo und Jaguar Land Rover. Aus Japan kamen Absagen von Nissan, Mitsubishi und Subaru. Auch Lamborghini ist auf der für schnelle Autos bekannten Messe in diesem Jahr nicht vertreten. Fragt man bei den Fabrikaten nach, heißt es bei den meisten, dass es keine generelle Entscheidung gegen den Genfer Salon gebe. Nur: So richtig kann man sich auch nicht vorstellen, dass die Hersteller plötzlich irgendwann alle wieder Interesse zeigen, auf dem ersten großen europäischen Branchentreff des Jahres auszustellen.
Dass es Marken gibt, die nach einer Pause zurückkehren, zeigt neben DS das Beispiel Hyundai. Die Koreaner hatten sich im vergangenen Jahr auf die IAA in Frankfurt konzentriert, stellen 2020 aber wieder in Genf aus – und haben mit dem neuen i20 sowie dem überarbeiteten i30 zwei wesentliche Volumenmodelle als Premieren dabei. Die Konzernschwester Kia bringt unter anderem die Neuauflage des SUVs Sorento mit in die Schweiz.
Kompakte beim VW-Konzern
Die VW-Konzernmarken sind in diesem Jahr vor allem mit Kompaktwagen stark vertreten. Zwar ist der Golf 8 nicht mehr brandneu. Dennoch dürfte die eine oder andere Variante des Bestsellers das Interesse der Besucher auf sich ziehen – darunter der Diesel-Sportler Golf GTD. Audi zeigt den neuen A3 als Sportback. Die spanische VW-Tochter Seat bringt den neuen Leon mit nach Genf und zeigt ihn als Fünftürer und als Kombi in verschiedenen Antriebsvarianten. Und Skoda schickt den neuen Octavia RS ins Rennen, der künftig als Plug-in-Hybrid vorfährt.
Bei BMW stehen neue Plug-in-Hybridmodelle im Fokus. Neben Varianten des X1 und X2 mit Stecker wollen die Bayern auch das Plug-in-Hybrid-Angebot beim 3er ausweiten. Der Stuttgarter Konkurrent Mercedes elektrifiziert ebenfalls – und zwar die E-Klasse, die gleichzeitig optisch leicht und technisch stärker überarbeitet wurde.
Mild-Hybride und E-Modelle bei Fiat
Auch Fiat kann sich der Elektrifizierung nicht verschließen. Den Panda und den Fiat 500 bringen die Italiener künftig als Mild-Hybrid-Modelle. Und auch wenn es dazu noch keine offizielle Bestätigung gibt: Auch der kommende rein elektrische Fiat 500 dürfte in Genf zu sehen sein.
Renault nutzt den Autosalon ebenfalls, um seine Elektrifizierungsstrategie zu präsentieren. Neben dem rein elektrischen Twingo Z.E. ist eine Plug-in-Hybrid-Variante des Megane zu sehen. Und, dass die Tochter Dacia zumindest einen Ausblick auf ihr vermutlich 2021 kommendes Elektromodell geben wird, gilt als sehr wahrscheinlich.
Toyota und Lexus kommen mit mehreren Neuheiten nach Genf: Neben dem batterieelektrischen SUV UX 300e zeigt Lexus das Cabriolet LC 500, das im Sommer sein Marktdebüt gibt. Toyota präsentiert den GR Yaris, der mit seinem Dreizylinder-Turbomotor mit 192 kW/261 PS der stärkste Yaris aller Zeiten ist. Zudem zeigt der Autobauer sein neues B-SUV. Mazdas Elektro-SUV MX-30 ist bereits bestellbar, dürfte aber zusammen mit dem überarbeiteten Mazda 2 das Highlight am Messestand der Japaner sein.
Chinesen zeigen SUVs
Mit Changan und Aiways sind zudem zwei chinesische Marken auf dem Genfer Salon vertreten. Changan zeigt einen SUV-Crossover namens Uni-T, über den bislang jedoch wenig bekannt ist. Dagegen hat Aiways sein elektrisches SUV U 5 bereits für den europäischen Markt angekündigt.
Stand: 08.12.2025
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Natürlich sind auch jede Menge Sportwagen in Genf zu sehen. Den größten Namen dürfte dabei der neue Ferrari Roma haben. Aber auch Pininfarinas erstes Hypercar Battista oder der puristische McLaren Elva dürften Besuchermagneten sein.