Was Audi im A3 „Virtual Cockpit“ nennt, heißt bei Volkswagen nun „Active Info Display“ (665 Euro). Der Passat und der Tiguan haben es bereits, nun bekommt es auch der Golf. Das digitale und virtuelle Kombiinstrument lässt sich nach den persönlichen Wünschen des Fahrers konfigurieren. Ob man lieber die Navi-Karte oder die Instrumente groß angezeigt haben möchte – ein Tastendruck am Lenkrad genügt.
Über Fahr- und Federungskomfort, über Lenkverhalten und Innenraumgeräusche, über Verarbeitung und Materialauswahl, über all dies muss beim Golf kein Wort mehr verloren werden. Der Wolfsburger markiert hier die Spitze des Segments. Gleiches gilt für die Antriebsvielfalt. Sie reicht vom kleinen Dreizylinder-Benziner TSI bis zum Plug-in-Hybrid und einem Elektromotor. Selbst ein Erdgasantrieb (TGI) ist zu bekommen.
Neu ins Programm aufgenommen hat VW den 1,5-Liter-Vierzylinder mit 110 kW/150 PS. Er ersetzt den bisherigen 1,4-Liter-TSI mit gleicher Leistung, verbraucht nach Norm aber, zumindest auf dem Papier, nur noch 4,9 Liter. Nachschieben will man im Sommer eine sparsamere Version mit 95 kW/130 PS, die auf theoretische 4,6 Liter kommen soll.
Auch bei den Assistenzsystemen dürfte der Golf die Messlatte im Segment um ein weiteres Stück nach oben gelegt haben. Im Stau oder im Stop&Go-Verkehr fährt er teilautonom. Das System lenkt, bremst und beschleunigt selbstständig, vorausgesetzt, der Fahrer hat mindestens eine Hand am Lenkrad.
Preis klettert schnell
Preislich geht es bei 17.850 Euro los. Doch dafür verlässt kein Golf den Verkaufsraum des Händlers. Wer sich beispielsweise für den neuen 1,5-Liter-Benziner entscheidet, ihn mit dem – absolut empfehlenswerten – Direktschaltgetriebe (DSG) sowie dem virtuellen Cockpit in Verbindung mit dem großen Display bestellt, überfährt bereits die 30.000-Euro-Marke. Soll dann noch ein Kreuz hinter ein paar Assistenzsystemen, Leder, LED-Scheinwerfer und Panoramadach gemacht werden, ist es ein Leichtes, den Grundpreis zu verdoppeln.
Viele werden dies tun, weil sie wissen, dass sie dafür das stimmigste Gesamtpaket und die beste Qualität im Segment bekommen – auch wenn die Konkurrenz noch so groß ist. Weltweit bestellt alle 40 Sekunden jemand einen Golf.
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