Suchen

GTÜ baut Geschäft mit §-21-Abnahmen weiter aus

| Autor: Steffen Dominsky

Vor allem die Vorstellung des neuen Gebrauchtwagenreports, aber auch der Fall des §21-Monopols waren Themen der Gesellschaft für Technische Überwachung im Rahmen der diesjährigen IAA.

Firmen zum Thema

Seit März 2019 können auch GTÜ-Partner Änderungsabnahmen durchführen.
Seit März 2019 können auch GTÜ-Partner Änderungsabnahmen durchführen.
(Bild: GTÜ)

Auf der diesjährigen IAA hat die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) ihr erweitertes Dienstleistungsangebot erläutert. Seit März dieses Jahres ist die Stuttgarter Prüforganisation berechtigt, sogenannte „Vollgutachten“ und „Einzelabnahmen“ nach §21 StVZO durchzuführen. Von dieser Möglichkeit hätten bereits viele Tausend Kunden Gebrauch gemacht, berichtete Robert Köstler, Sprecher der Geschäftsführung bei GTÜ. Das sei in diesem kurzen Zeitraum eine bemerkenswerte Anzahl.

„Damit erreichen wir schon im ersten Jahr einen Marktanteil von rund fünf Prozent – mit weiter steigender Tendenz“, berichtete Köstler weiter. Ziel sei ein Marktanteil der GTÜ ähnlich wie bei der amtlichen Hauptuntersuchung. In diesem Geschäftsfeld kommt die Prüforganisation inzwischen auf einen Anteil von gut 16 Prozent. Rund 20 bis 25 Prozent aller GTÜ-Partner bieten derzeit die §-21-Abnahmen an.

IAA 2019: Studien und Premieren gegen die Depression
Bildergalerie mit 77 Bildern

Zudem hat die GTÜ zum Auftakt der IAA das Ergebnis von mehr als fünf Millionen Hauptuntersuchungen zusammengefasst und veröffentlicht. Entstanden ist daraus der „Gebrauchtwagenreport“, den die GTÜ zusammen mit der Zeitschrift „Auto Zeitung“ seit nunmehr 15 Jahren herausgibt. Das Nachschlagewerk soll allen voran Endkunden als wichtiger Ratgeber dienen, doch auch Kfz-Betriebe können von dem Report profitieren.

Als Sieger der 2020er-Auflage präsentierten die Sachverständigen

  • bei den bis zu drei Jahre alten Kleinwagen den BMW i3 und damit erstmals ein Elektroauto vor dem Audi A1,
  • bei den älteren belegen Mazda 2 und Toyota iQ erste Plätze,
  • in der Kategorie der jungen Kompakten liegt der Fiat Tipo vor Audi A3 und Mercedes-Benz A-Klasse.
  • In weiteren Altersgruppen machen Mercedes-Benz A-Klasse, Volvo V40 und Toyota Prius das Rennen.

Die besten Mittelklässler: Mercedes-Benz C-Klasse vor Audi A4. Bei den älteren Modellen überzeugen erneut Audi A4, Volvo S60/V40 und Mercedes-Benz C-Klasse. Die Zuverlässigsten in der Oberklasse sind Audi A6, Mercedes-Benz E-Klasse und Audi A7, bei älteren Fahrzeugen punkten Audi A7 und Jaguar XF. Im Luxus-Segment rangiert der Porsche Panamera vorn, gefolgt von Audi A8 und Mercedes-Benz S-Klasse – in den älteren Kategorien liegen Porsche Panamera und Audi A8 vorn. Bei den Vans führt die Mercedes-Benz B-Klasse in drei Altersklassen. In der Rubrik Sportwagen/Cabriolets siegt der Porsche Boxster bei den ein- bis dreijährigen Fahrzeugen, bei den SUV erstmals der Audi Q2, gefolgt von Mercedes-Benz GLA und GLC. Bei den älteren Modellen erreichen Audi Q3, BMW X1 und Volvo XC60 Bestnoten.

(ID:46131377)

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group