Gebrauchtwagenzentrum Hahn-Gruppe will an neuem Standort jährlich rund 1.500 Autos verkaufen

Autor: Christoph Seyerlein

Nachdem der bisherige Standort in Pforzheim zu klein wurde, hat die Hahn-Gruppe nun einen neuen Platz für ihr Gebrauchtwagenzentrum gefunden. Auf dem Gelände in Niefern-Öschelbronn hat der Volkswagen-Markenhändler viel vor.

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Für mehr als 300 Fahrzeuge bietet das neue Gebrauchtwagenzentrum der Hahn-Gruppe nahe Pforzheim Platz.
Für mehr als 300 Fahrzeuge bietet das neue Gebrauchtwagenzentrum der Hahn-Gruppe nahe Pforzheim Platz.
(Bild: Hahn-Gruppe)

Die Hahn-Gruppe befindet sich weiter auf Expansionskurs. Wie das Fellbacher Unternehmen am Freitag mitteilte, hat es ein neues Gebrauchtwagenzentrum in Niefern-Öschelbronn bei Pforzheim eröffnet. Der Händler will dort Fahrzeuge aller Marken, insbesondere junge „Welt-Auto“-Modelle der Marken VW, Skoda und Seat vermarkten. Aber auch „Outlet-Fahrzeuge“ für weniger als 5.000 Euro soll es dort geben. Als Ziel hat sich Hahn einen jährlichen Absatz von rund 1.500 Einheiten gesetzt.

Auf dem 7.500 Quadratmeter großen Gelände finden über 300 Fahrzeuge Platz. Damit ist der Standort deutlich größer als der bisherige in der Pforzheimer Habermehlstraße. Vom Umzug und dem damit erweiterten Platzangebot sollen auch die Neuwagenbetriebe der Hahn-Gruppe in Pforzheim mit ihren Marken Volkswagen, Skoda, Seat und Cupra profitieren.

In dem Gebrauchtwagenzentrum werden sechs Mitarbeiter (vier Verkaufsberater, ein Verkaufsleiter, ein Assistent) aktiv sein. Alle arbeiteten in gleicher Funktion bereits am bisherigen Standort. Frank Münzenmayer, der in der Hahn-Geschäftsführung das Gebrauchtwagengeschäft verantwortet, erklärte: „Der Gebrauchtwagenbereich hat in den vergangen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen und ist neben dem Service eine wichtige Ertragssäule. Auch im Corona-Jahr 2020 zeigte sich der Absatz nach Ende des ersten Lockdowns sehr stabil.“

Enormes Gebrauchtwagen-Wachstum in den letzten Jahren

In den vergangenen fünf Jahren habe die Gruppe ihren jährlichen Gebrauchtwagenabsatz um rund 4.000 auf mehr als 18.000 Einheiten steigern können. Ein weiteres Wachstum ist wahrscheinlich. „Der Bereich „Jung- und Jahreswagen“ profitiert vor allem dann, wenn es im Neuwagenbereich zu Lieferverzögerungen kommt“, erläuterte Münzenmayer. Aktuell droht mal wieder genau das: Die Industrie hat mit einem Halbleitermangel zu kämpfen, beispielsweise bei VW befinden sich deshalb aktuell in manchen Werken Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Am neuen Standort schätzt Frank Münzenmayer vor allem die Lage an der Bundesstraße B10. Die Autobahn A8 befindet sich in unmittelbarer Nähe und in direkter Nachbarschaft liegen ein Einkaufsmarkt sowie diverse Restaurants. „Ein besonderes Plus“, nennt Münzenmayer das.

Noch bleibt viel zu tun

Bereits der bisherige Eigentümer hatte die Fläche als Fahrzeugausstellung genutzt. Die Hahn-Gruppe hat auf dem Gelände nun einige Anpassungen vorgenommen. So stehen dort nun acht miteinander verbundene Pavillons mit Klimatisierung. Zudem kann der Platz komplett beleuchtet werden. In Kürze will der Händler noch eine kleine Auslieferungshalle und eine Photovoltaikanlage aufbauen, Parkplatzmarkierungen anbringen und das Grundstück mit Bäumen bepflanzen.

Zur Hahn-Gruppe zählen derzeit 35 Betriebe in der Metropolregion Stuttgart. Für das Unternehmen arbeiten rund 2.000 Menschen. Zuletzt verkaufte Hahn rund 35.000 Fahrzeuge der Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra und Porsche im Jahr. Damit ist die Firma einer der größten Autohändler Deutschlands.

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 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«