Hülpert reagiert mit neuer Geschäftsführung auf Branchenwandel

Michael Sprenger will sich mehr um strategische Ausrichtung kümmern

| Autor: Christoph Seyerlein

Hülpert ist nach eigenen Angaben der größte Händler mit Volkswagenmarken im Ruhrgebiet. Hier zu sehen ist das Audi-Zentrum Dortmund.
Hülpert ist nach eigenen Angaben der größte Händler mit Volkswagenmarken im Ruhrgebiet. Hier zu sehen ist das Audi-Zentrum Dortmund. (Bild: © Archon Productions by Christos Rammos)

Die Hülpert-Gruppe ordnet ihre Geschäftsführung neu. Wie das Unternehmen am Montag in Dortmund mitteilte, will sich Gesamtgeschäftsführer Michael Sprenger künftig stärker auf die strategische Ausrichtung konzentrieren. Die operative Leitung der Autohandelsgruppe wird deshalb auf drei Schultern verteilt.

Zwei der drei künftigen Spitzenmanager kommen aus den eigenen Reihen. Kai-Uwe Frank, bislang Geschäftsführer des Audi-Zentrums Dortmund, verantwortet von nun an als Geschäftsführer der Hülpert AZ GmbH alle Audi-Geschäfte des Händlers. Um die Marke Porsche kümmert sich ab sofort Christoph Kösters, der ebenfalls bereits länger zum Führungsteam bei Hülpert zählt.

Die Leitung der Bereiche Hülpert VZ GmbH und Hülpert SK GmbH mit den Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Skoda und Seat übernimmt Andreas Kraemer. Er war zuvor seit April 2018 Niederlassungsleiter von PSA Retail in Köln/Bonn. Zudem bringt der Diplom-Kaufmann jahrelange Erfahrung bei verschiedenen Autohändlern mit, unter anderem hat er bereits für die Preckel GmbH, das Autohaus Timmeranns und Gottfried Schultz gearbeitet.

Alle drei Manager werden an Gesamtgeschäftsführer Michael Sprenger berichten. Dieser hält die Neustrukturierung für notwendig, um „sich unter anderem mit Blick auf neue Mobilitätskonzepte und Digitalisierung so aufzustellen, dass die Zukunftsfähigkeit von Hülpert langfristig garantiert ist“. Aber auch für eine weitere Expansion sollen die Veränderungen eine wichtige Grundlage bilden.

Schon im vergangenen Jahr hatte Sprenger im Gespräch mit »kfz-betrieb« angekündigt, weiter wachsen zu wollen. Dabei verfolgt die Gruppe aber nicht den Ansatz, in Gesamtdeutschland oder gar in weiteren Ländern aktiv werden zu wollen. Stattdessen will sich die Hülpert-Führung nur auf die Region Dortmund fokussieren: „Hier möchten wir die Nummer Eins sein“, sagte Michael Sprenger.

Hülpert ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Aktuell arbeiten rund 920 Mitarbeiter in 14 Betrieben in Dortmund und den umliegenden Städten Unna, Soest, Berkamen und Recklinghausen für die Autohandelsgruppe. Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte das Unternehmen insgesamt über 16.300 Neu- und Gebrauchtwagen. Der Umsatz belief sich nach Angaben der Gruppe auf 464 Millionen Euro. Damit zählt Hülpert zu den größten Autohändlern Deutschlands.

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