Hyundai: Die Zusammenarbeit klappt

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Die Händler freuen sich über mehr Neuzulassungen. Auch die Zusammenarbeit mit der neuen Führungsspitze funktioniert. Peter Schumann, Vorsitzender des Händlerverbands, übte aber auch Kritik.

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(Foto: Wehner)

Hyundai gehört zu den wenigen Herstellern, die bisher in diesem Jahr nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit steigende Neuzulassungszahlen verbuchen. Das sorgt für gute Stimmung im Handel, wie auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Verbands der Hyundai-Vertragspartner Deutschland deutlich wurde. Die Händler der koreanischen Marke trafen sich Anfang November in Llucmajor auf Mallorca, um das 20-jährige Bestehen des Verbands zu feiern. Auch mit der neuen Führung des Importeurs unter Jung Kook Bae und Markus Schrick klappe die Zusammenarbeit gut, sagte Peter Schumann, Vorsitzender Händlerverbands.

Trotzdem hatte er auch Kritik vorzubringen. Es sei sehr erfreulich, dass sich Hyundai Motor Deutschland (HMD) bei den Neuzulassungen als drittgrößter Importeur etabliert habe. Dahinter steckten jedoch immer noch zu viele Grauimporte. Auch wenn der Anteil der EU-Fahrzeuge rückläufig sei, sei die absolute Zahl immer noch zu hoch.

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Hinzu komme die große Zahl an Eigenzulassungen. „Wir sprechen hier von regelmäßig über 35 und in einigen Monaten sogar über 40 Prozent“, so Schumann. Das könne man nicht auf Dauer durchstehen. Auch wenn die Tageszulassungen im Moment gut abfließen würden, müsse generell ein Umdenken in der Industrie stattfinden. „Wir blähen den Markt selbst auf. Das gilt für alle Marken“, so Schumann.

Hinzu komme, dass die Anforderungen an die Vertriebs- und Servicepartner immer höher würden. Hyundai könne einiges von den Händlern verlangen, wenn man die Modelle und den wachsenden Marktanteil betrachte. „Aber es ist Zeit, hier die Bremse anzuziehen“, forderte Schumann. Letztlich müssten beide Seiten – Handel und Importeur – nachhaltig profitabel arbeiten können.

Seit der Übernahme des Importeurs durch den koreanischen Hersteller habe sich vor allem die Kommunikationskultur geändert. Die Reaktionsgeschwindigkeit sei gesunken. Antworten auf E-Mail-Anfragen kämen oft spät. Angesichts der Tatsache, dass der Importeur von Händlern verlange, auf Kundenanfragen schnell zu reagieren, sei dieser Sachverhalt kritisch zu sehen. „Wir sind die Kunden des Importeurs“, sagte Schumann.

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