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Mitsubishi Importeur ringt weiter um Zukunft in Deutschland

Autor: Yvonne Simon

Die Ankündigung der Japaner, die Einführung neuer Modelle in Europa einzufrieren, hatte den Importeur kalt erwischt. Mit dem Eclipse Cross Plug-in-Hybrid startet nun doch ein neues Modell. Geschäftsführer Kolja Rebstock ist optimistisch, dass es nicht das letzte sein wird.

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Kolja Rebstock, Deutschlandchef von Mitsubishi, möchte dem Handel Planungssicherheit geben.
Kolja Rebstock, Deutschlandchef von Mitsubishi, möchte dem Handel Planungssicherheit geben.
(Bild: Mitsubishi Motors Deutschland)

Mitsubishi Motors Deutschland kämpft weiter um den dauerhaften Verbleib der Marke auf dem deutschen Markt. Im Gespräch mit »kfz-betrieb« zeigte sich Deutschlandchef Kolja Rebstock diesbezüglich guter Dinge. Ein erster Erfolg rollt mit dem Eclipse Cross Plug-in-Hybrid ab Anfang 2021 auf die Straßen.

Der japanische Hersteller hatte im Juli bekannt gegeben, die Einführung neuer Modelle in Europa einzufrieren – den Importeur erwischte die Nachricht unangekündigt. Was folgte, waren intensive Verhandlungen. „Wir haben hart gerungen und viele Gespräche mit der Zentrale in Tokio geführt“, berichtet Rebstock über das Tauziehen um das elektrifizierte Coupé-SUV.

Mitsubishi Eclipse Cross Plug-in-Hybrid: Hoffnungsträger für Europa
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Mitte September gab es dann die frohe Botschaft an die Händler, dass das Fahrzeug nach Deutschland kommt. „Ich freue mich, dass wir mit unserem Verhandlungen erfolgreich waren und jetzt ein neues Modell präsentieren dürfen“, so Rebstock. An dem Erfolg habe der Handel einen großen Anteil gehabt, der sich in Absprache mit dem Importeur ebenfalls an den Hersteller gewandt hatte.

Das letzte Wort ist aber längst nicht gesprochen. Wie es mit weiteren neuen Modellen aussieht, dazu könne und dürfe er nichts sagen, erklärte der Geschäftsführer. Er betonte aber, dass es nun am Importeur und am Handel liege, das neue Modell zum Erfolg zu führen und der Zentrale damit Argumente zu liefern. „Wenn es mit dem Eclipse Cross gut läuft, schaffen wir die idealen Voraussetzungen, um weitere Modellreihen und weitere Produkte für den deutschen Markt zu bekommen“, zeigt sich Rebstock überzeugt.

Das überarbeitete SUV kommt Anfang 2021 auf den deutschen Markt und wird künftig nur noch in der Hybridvariante verfügbar sein. Auf ein Absatzziel möchte sich Rebstock nicht festlegen, wünscht sich aber, dass die Zahlen auf dem Niveau des Outlander Plug-in-Hybrids liegen werden. Davon verkaufte Mitsubishi im bisherigen Jahresverlauf 6.556 Einheiten. Im Handel komme der Neuzugang bislang gut an, stellt der Chef von Mitsubishi Motors Deutschland fest. Es habe innerhalb weniger Tage mehr Bestellungen gegeben als erwartet.

Keine Kündigungen aus dem Händlernetz

Dem Händlernetz Planungssicherheit bieten zu können, liege ihm besonders am Herzen, sagt der Manager. Aktuell gibt es 507 Mitsubishi-Händler in Deutschland. Rund 60 Prozent davon sind Mono-Markenbetriebe, darunter viele Familienunternehmen. Bislang halten die Autohäuser dem Importeur die Treue. „Trotz der Unsicherheit haben wir keine Kündigung aus dem Händlernetz vorliegen. Das ist sensationell und zeigt das riesige Vertrauen unserer Händler.“

Aktuell ruht auch die CI-Umrüstung im Händlernetz. Wer noch nicht umgestellt habe, müsse derzeit nicht investieren. „Wir wollen hundertprozentige Klarheit haben, bis wir das Programm weiter durchsetzen“, erklärt Rebstock.

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 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel