Gebrauchtwagenhandel Intec erweitert Safetycar-Garantie

Von Silvia Lulei 2 min Lesedauer

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Mit dem Recht auf Reparatur verlängern sich Mängelhaftungsfristen im Gebrauchtwagenhandel. Intec reagiert mit einer Premium-Version seiner Safetycar-Garantie. Erste Zahlen zeigen, dass die Nachfrage da ist.

CEO Markus Müller hat die Händler, die mit Intec zusammenarbeiten, frühzeitig über die Konsequenzen des Rechts auf Reparatur informiert. Viele hatten Sorge, aufgrund der neuen Rechtslage Fehler zu machen. (Bild:  Intec)
CEO Markus Müller hat die Händler, die mit Intec zusammenarbeiten, frühzeitig über die Konsequenzen des Rechts auf Reparatur informiert. Viele hatten Sorge, aufgrund der neuen Rechtslage Fehler zu machen.
(Bild: Intec)

Das Recht auf Reparatur, das in Deutschland seit dem 31. Juli 2026 gilt, hat direkte Folgen für den Gebrauchtwagenhandel: Entscheidet sich ein Kunde bei einem Mangel für eine Nachbesserung statt für Rückgabe oder Minderung, verlängert sich die Mängelhaftungsfrist um zwölf Monate. Für Händler bedeutet das: längere Haftungszeiträume und mehr Kalkulationsrisiko pro Fahrzeug.

Der Garantieanbieter Intec hat darauf reagiert und seine Garantie Safetycar noch vor Inkrafttreten der neuen Gesetzeslage zu Safetycar 2.0 ausgebaut. Händler können zwischen zwei Varianten wählen:

  • Safetycar Klassik übernimmt die Kosten für berechtigte Ansprüche aus der Sachmängelhaftung – von Reparatur- und Instandsetzungskosten über Transport- und Fahrtkosten bis hin zu Rücktrittskosten und einer möglichen Kaufpreisminderung. Der Tarif kostet 156 Euro für zwölf Monate beziehungsweise 226 Euro für 24 Monate.
  • Safetycar Premium enthält sämtliche Leistungen des Klassik-Tarifs und bietet zusätzlich eine rechtliche Absicherung: Der Tarif unterstützt Händler bei der außergerichtlichen und gerichtlichen Abwehr unbegründeter Ansprüche und übernimmt die dafür anfallenden Rechts- und Gerichtskosten gemäß RVG/GKG. Praktisch heißt das: Intec beauftragt im Streitfall direkt einen Rechtsanwalt und übernimmt damit für den Händler das komplette Mandat; nicht nur die Kostenerstattung. Für den Premium-Tarif werden 234 Euro für zwölf Monate beziehungsweise 338 Euro für 24 Monate fällig.

Beide Tarife sind mit 12 oder 24 Monaten Laufzeit buchbar und stehen auch freien Betrieben offen.

Erste Zahlen: Guter Start für die neuen Tarife

Safetycar wurde in den vergangenen zwölf Monaten von 832 Händlern genutzt. Insgesamt kamen 7.390 Abschlüsse zusammen, was einem Anteil von 13,4 Prozent an allen Garantieabschlüssen der Intec AG entspricht.

Seit Einführung der neuen Tarifstruktur am 27. Juni wurden 1.208 Safetycar-Verträge abgeschlossen. Davon entfallen 619 Abschlüsse auf die neuen Tarife Safetycar Klassik (509) und Safetycar Premium (110). Die Stornoquote liegt bei niedrigen 2,9 Prozent.

Bis Jahresende will Intec den Anteil der Safetycar-Abschlüsse am gesamten Garantiegeschäft von aktuell 13,4 auf rund 16 Prozent steigern.

Frühzeitige Information statt Überraschung

Um Händler nicht unvorbereitet in die neue Rechtslage laufen zu lassen, hat Intec bereits im Vorfeld per E-Mail und über das Händlerportal informiert. Ergänzend gab es ein rund 90-minütiges Webinar mit einem Rechtsanwalt, in dem die konkreten Auswirkungen des Gesetzes erläutert wurden und Händler individuelle Fragen stellen konnten. „Das Interesse war sehr groß, gleichzeitig war bei vielen Händlern auch eine gewisse Unsicherheit zu spüren – vor allem die Sorge, aufgrund der neuen Rechtslage Fehler zu machen“, berichtet Markus Müller, CEO der Intec AG. „Entsprechend dankbar wurde das Informationsangebot angenommen.“

Wird Absicherung zum Preisfaktor?

Ob sich die neuen Haftungsrisiken künftig in höheren Verkaufspreisen niederschlagen, lässt sich laut Intec noch nicht seriös beurteilen. Klar sei aber: Kosten für Risikovorsorge und Absicherungslösungen dürften stärker in die Kalkulation einfließen. Müller sieht darin auch eine Chance: „Je besser Risiken kalkulierbar und im Schadenfall organisatorisch sowie rechtlich abgesichert sind, desto geringer ist der Druck, diese pauschal über höhere Fahrzeugpreise aufzufangen.“

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