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Jaguar Land Rover: Rückruf wegen zu hoher Emissionen

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Yvonne Simon

Weil Modelle mit Zweiliter-Motoren die Grenzwerte bei hausinternen Stichproben nach eigenen Angaben um zwei Prozent überschritten, ruft der Hersteller 6.244 Einheiten in Deutschland zurück.

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Jaguar Land Rover ruft 6.244 Einheiten in Deutschland zurück
Jaguar Land Rover ruft 6.244 Einheiten in Deutschland zurück
(Bild: Land Rover)

Die Jaguar Land Rover Deutschland GmbH hat heute einen Rückruf für 6.244 Fahrzeuge in Deutschland angekündigt. Der Grund ist pikant: Diverse Baureihen mit Zweiliter-Benzin- und -Dieselmotoren (Vierzylinder) der Modelljahre 2016 bis 2018 haben höhere Emissionswerte als ursprünglich angegeben. „Gemessen nach dem Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ), lag der Abgasausstoß der betroffenen Fahrzeuge in Einzelfällen rund zwei Prozent über den zulässigen Werten“, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Hersteller habe sich selbst an die Behörden gewandt und beschlossen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, hieß es weiter. In Deutschland bedeute dies einen Rückruf der betroffenen Fahrzeuge durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). „Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden innerhalb der nächsten sechs bis acht Wochen seitens des KBA angeschrieben und gebeten, sich mit einem Vertragshändler von Jaguar Land Rover in Verbindung zu setzen und einen Werkstatttermin zur Aktualisierung zu vereinbaren“, so das Unternehmen.

Neben Softwareupdates sind offenbar auch Eingriffe in die Hardware vorgesehen. Welcher Art diese sind, konnte eine Unternehmenssprecherin auf Nachfrage noch nicht erläutern. Jedenfalls sollen die Fahrzeuge anschließend die Abgaswerte „dauerhaft und zuverlässig“ einhalten, wird in der Mitteilung betont.

Wie freiwillig die Aktion tatsächlich ist, kann man angesichts einer uns vorliegenden Behördenmeldung aus Großbritannien nur mutmaßen. Dort ist davon die Rede, dass die betroffenen Fahrzeuge unter anderem nicht der „Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen in Bezug auf die Emissionen von leichten Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen“ entsprechen.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist